Sparen in Spitälern

Mehr Transparenz bei Patientendaten senkt Kosten

Steiermark
16.02.2011 13:34
Unnötige Untersuchungen lassen die Gesundheitskosten explodieren: Millionen könnten eingespart werden, wenn Doppel- oder gar Dreifachbehandlungen vermieden würden. Die steirische KAGes setzt genau dort den Hebel an - ein neues System schafft Transparenz bei Patientendaten und vermeidet Doppelgleisigkeiten.

Wer schon einmal ernsthaft erkrankt war, kann ein (trauriges) Lied davon singen: Innerhalb weniger Tage oder Wochen wird einem mehrmals Blut abgezapft, werden Röntgenbilder geschossen, geht's in die Computertomographie-Röhre. Eine Qual für den Patienten - aber auch für die Finanzchefs der steirischen Spitäler.

Denn diese Mehrfachbehandlungen, die ja auch den Körper und das Nervenkostüm belasten, verschlingen viel Geld, das im Gesundheitssystem anderswo dringender gebraucht wird. Etliche Millionen Euro, so schätzen Gesundheitsexperten, könnte eine Effizienz-Steigerung einsparen. Die steirische Krankenanstaltengesellschaft KAGes sagt diesen teuren Doppelgleisigkeiten jetzt den Kampf an.

Ärzte erhalten Einsicht in Patientendaten
Vorstandsvorsitzender Werner Leodolter: "Wir bieten den Partnern im Gesundheitswesen an, in unsere Patientendateien Einsicht zu nehmen. Damit ist der behandelnde Arzt immer auf dem aktuellen Informationssstand." Das heißt im Klartext: Der Arzt gibt Patientendaten in den Computer ein, erhält Zugriff zu Aufenthalts- und Behandlungsdaten, Krankengeschichten und sogar radiologische Bilder. Natürlich vorausgesetzt, der Patient willigt ein: "Wir brauchen dazu eine Einverständniserklärung." Der Erfolg gibt dem neuen System Recht: Pro Tag registriert man jetzt bereits vier Zugriffe - und die Tendenz ist stark steigend.

von Gerald Schwaiger und Gerhard Felbinger, "Steirerkrone"

Loading...
00:00 / 00:00
play_arrow
close
expand_more
Loading...
replay_10
skip_previous
play_arrow
skip_next
forward_10
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
explore
Neue "Stories" entdecken
Beta
Loading
Kommentare

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Steiermark



Kostenlose Spiele