Wer schon einmal ernsthaft erkrankt war, kann ein (trauriges) Lied davon singen: Innerhalb weniger Tage oder Wochen wird einem mehrmals Blut abgezapft, werden Röntgenbilder geschossen, geht's in die Computertomographie-Röhre. Eine Qual für den Patienten - aber auch für die Finanzchefs der steirischen Spitäler.
Denn diese Mehrfachbehandlungen, die ja auch den Körper und das Nervenkostüm belasten, verschlingen viel Geld, das im Gesundheitssystem anderswo dringender gebraucht wird. Etliche Millionen Euro, so schätzen Gesundheitsexperten, könnte eine Effizienz-Steigerung einsparen. Die steirische Krankenanstaltengesellschaft KAGes sagt diesen teuren Doppelgleisigkeiten jetzt den Kampf an.
Ärzte erhalten Einsicht in Patientendaten
Vorstandsvorsitzender Werner Leodolter: "Wir bieten den Partnern im Gesundheitswesen an, in unsere Patientendateien Einsicht zu nehmen. Damit ist der behandelnde Arzt immer auf dem aktuellen Informationssstand." Das heißt im Klartext: Der Arzt gibt Patientendaten in den Computer ein, erhält Zugriff zu Aufenthalts- und Behandlungsdaten, Krankengeschichten und sogar radiologische Bilder. Natürlich vorausgesetzt, der Patient willigt ein: "Wir brauchen dazu eine Einverständniserklärung." Der Erfolg gibt dem neuen System Recht: Pro Tag registriert man jetzt bereits vier Zugriffe - und die Tendenz ist stark steigend.
von Gerald Schwaiger und Gerhard Felbinger, "Steirerkrone"









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