Unmut über Fahrplan

Steyr fährt Öffi-Betrieb in den Ferien zurück

Wie in den Jahren zuvor fährt die Stadt Steyr in den Ferien den öffentlichen Busbetrieb stark zurück. Statt im 15-Minuten-Takt verkehren die Öffis ab Montag bis September nur jede halbe Stunde. Das Bürgerforum kritisiert die Fahrplan-Umstellung - auch weil gerade die Landesausstellung über die Bühne geht.

„Der Sommer-Fahrplan ist für die Fahrgäste der städtischen Busse nicht nur ein unzumutbarer Zeitverschwendungsfahrplan, sondern auch eine Mogelpackung“, ärgert Michaela Frech vom Bürgerforum Steyr die alljährliche Umstellung des 15-Minuten-Takts auf ein Halb-Stunden-Intervall. „Es geht um zwei Monate, wer hat schon so lange Urlaub. Viele berufstätige Steyrer sind auf einen Bus angewiesen und müssen nun deutlich längere Warte- und Fahrzeiten in Kauf nehmen. Dennoch zahlen sie für die Jahreskarte den vollen Preis von 365 Euro“, so Frech weiter.

Öffis kosten die Stadt jährlich 2,5 Millionen €
Besonders ärgerlich sei, dass trotz der gerade stattfindenden Landesausstellung der Fahrplan umgestellt wird. Vizestadtchef und SP-Bürgermeisterkandidat Markus Vogl stuft die Kritik Frechs bereits als Wahlkampfgeplänkel ein: „Die Landesausstellung ist fußläufig gut erreichbar, kein Weg dauert länger als fünf Minuten. Trotz Wahl wurde das Geld nicht abgeschafft. Deshalb müssen wir wegen des Sommerlochs den Fahrplan adaptieren. Wir bekennen uns klar zum öffentlichen Verkehr.“ Rund 2,5 Millionen € lässt sich die Stadt laut Vogl jedes Jahr den Öffi-Betrieb kosten. Ab 2022 soll das Angebot ausgebaut werden. Ähnlich wie Vogl spricht sich auch FP-Stadtvize Helmut Zöttl für einen schlanken Fahrplan im Sommer aus: „Man muss neben den Kosten auch den Umweltgedanken berücksichtigen, wenn etwa die Busse leer herumfahren.“

Mario Zeko
Mario Zeko
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Donnerstag, 23. September 2021
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