07.07.2021 10:35 |

Dramatischer Einsatz

Rettung zweier Österreicher im Mont-Blanc-Massiv

Bange Stunden haben zwei Alpinisten aus Österreich am Dienstag im Mont-Blanc-Massiv durchleben müssen - ohne Gewissheit, ob sie überhaupt gerettet werden können. Es herrschten widrigste Wetterbedingungen, die eine Bergung per Heli unmöglich machten. Die Rettungsteams versuchten daher den höchst gefährlichen Aufstieg zu Fuß und sollten die beiden in Not Geratenen nach mehreren Stunden tatsächlich erreichen.

„Dieser Einsatz fand unter schwierigsten Bedingungen statt. Es war keineswegs selbstverständlich, dass die Rettungsaktion gelingen würde, denn die Bedingungen, unter denen die Mitglieder des Rettungsteams den Berg besteigen mussten, waren sehr problematisch“, kommentierte Paolo Comune, Direktor des Rettungsteams im Aostatal.

Wind wehte Seile davon
Notwendig gemacht hatten die Rettungsaktion laut APA zwei Alpinisten, die auf dem „Zahn des Riesen“ (Dent du Géant), einem Viertausender in der Mont-Blanc-​Gruppe an der Grenze zwischen Italien und Frankreich in Schwierigkeiten geraten waren. Die beiden Österreicher steckten beim Abseilen fest, nachdem der Wind die Seile davon geweht hatte. Einer der Österreicher saß auf einem Standplatz fest, der andere hing in der Wand, hieß es. Ein Weiterkommen war unmöglich, die beiden Alpinisten setzten einen Notruf ab.

Doch nicht nur der Wind sollte eine Rettung per Hubschrauber unmöglich machen - auch Wolken sollten die Sicht so sehr einschränken, dass ein Heli-Einsatz verworfen wurde. Die Rettungsteams mussten daher zu Fuß aufsteigen. Nach mehreren Stunden konnten sie die beiden Österreicher schließlich erreichen und begleiteten sie danach beim Abstieg mit Doppelseilen bis zum Fuß des „Zahn des Riesen“. Ein weiteres Rettungsteam stieß dort dazu, danach ging es weiter zur Schutzhütte Torino, wo die Nacht verbracht wurde.

Italienerinnen erfroren
Es handelte sich um den dritten Einsatz der Rettungsteams im Aostatal seit dem Wochenende. Am Sonntag waren - wie berichtet - zwei Italienerinnen in den Alpen an der italienisch-schweizerischen Grenze auf mehr als 4000 Metern Höhe erfroren. Ein Mann wurde unterkühlt und mit Erfrierungen in der Nacht auf Sonntag in ein Krankenhaus in der Schweiz geflogen.

Die drei waren auf dem Monte Rosa in den Walliser Alpen unterwegs. Sein höchster, in der Schweiz liegender Gipfel ist die Dufourspitze auf mehr als 4630 Metern über dem Meeresspiegel.

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