Schon die weltweite Finanzkrise hat nicht unbedingt zur Verbesserung des Images unserer Banken beigetragen, und nun gibt’s wieder etwas, worüber sich die Menschen aufregen werden. Berechtigt, denn immer öfter versuchen Geldinstitute, ihre Kunden durchs Hintertürl abzukassieren. Aufgedeckt hat diesen Nepp die Arbeiterkammer.
19 steirische Banken haben die Tester in den vergangenen Wochen auf Herz und Nieren gecheckt: Wie halten die es denn, wenn Flaute am Girokonto herrscht? Die Ergebnisse sind ernüchternd. Rücklastschriftspesen (Wenn eine Lastschrift nicht abgebucht werden kann, Anm.), Bearbeitungsgebühren bei mangelnder Deckung, Mahnkosten: Neben üblicher Giro-Gebühren fallen saftige "Geldstrafen" an, wenn der Kontoüberziehungsrahmen gesprengt wird.
17 von 19 Banken verlangen etwa Bearbeitungsgebühren zwischen einem und zehn Euro, falls Abbuchungsaufträge nicht durchgeführt werden können. Richtig teuer wird's für die Klienten aber, wenn Mahnbriefe eintrudeln. "Die Bandbreite beim ersten Schreiben reicht von 75 Cent bis zu 40 Euro", weiß AK-Konsumentenschützer Josef Kaufmann. Eine Differenz von sagenhaften 5.233 Prozent!
Stolze 77 Euro für das dritte Mahnschreiben
Die zweite Mahnung kostet zwischen zehn und 60 Euro, die dritte postalische Warnung schlägt mit zehn (Deniz) oder gar 77 Euro (BKS) zu Buche. "Nur den wenigsten Konsumenten ist bewusst, welche Kostenlawine eine Überziehung ihres Kontos verursachen kann", seufzt Josef Kaufmann, der auch "die mangelnde Transparenz" der Institute und "die versteckten Spesen" geißelt.
von Gerald Schwaiger und Gerhard Felbinger, "Steirerkrone"









Kommentare
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.