17.06.2021 10:00 |

In Kürze in Kraft

Impfpflicht für neues Sozial-Personal in Wien

Die Impfpflicht gegen das Coronavirus wird in Wien ausgeweitet - künftig muss neues Personal in Sozialeinrichtungen eine Immunisierung gegen den Erreger vorweisen. Dies war zuvor nur bei Neuanstellungen im Wiener Gesundheitsverbund Vorschrift. In den nächsten Tagen trete die Regelung in Kraft, teilte Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) am Mittwochabend mit.

Die Schutzimpfung gegen Covid-19 war zunächst nur für Neuanstellungen im Gesundheitsverbund Vorschrift. „Das Gleiche gilt jetzt auch in den Ordensspitälern, und es werden die Sozialeinrichtungen in Wien in den nächsten Tagen folgen“, erklärte Hacker in „Wien Heute“ im ORF.

„Am höchsten gefährdete Einrichtungen“
Dem Gesundheitsstadtrat zufolge wird die Impfpflicht am Ende den gesamten Sozial- und Gesundheitsbereich betreffen. Eine Ausweitung auf weitere Berufsgruppen sei nicht ausgeschlossen. „Es sind die Einrichtungen, die bei einer Epidemie am höchsten gefährdet sind“, erläuterte Hacker zur nun geplanten Regelung. Gleichzeitig seien diese Einrichtungen auch bei einem Höchststand der Infektionszahlen ständig in Betrieb.

„Jeder Ausfall von Mitarbeitern erhöht die Belastung der anderen Mitarbeiter“, sagte der Gesundheitsstadtrat. Man habe in den Einrichtungen zum Teil auch bereits Durchimpfungsraten von bis zu 90 Prozent. Außerdem sei eine Impfpflicht nicht neu: Schon jetzt müsse man in den Spitälern bestimmte Impfungen, beispielsweise gegen Tetanus, nachweisen.

Künftig nur Geimpfte auf den Tanzflächen der Clubs?
Hacker kann sich demnach auch verpflichtende Impfungen in der Nachtgastronomie vorstellen, damit diese bald geöffnet werden kann. „Ich kann mir das sehr gut vorstellen, dass man sozusagen mit einer 1-G-Regel im August (Anm.: Öffnung bereits im Juli angekündigt) die Nachtgastronomie und die Nachtclubs und den Dancefloor wieder aufmacht.“ Damit hätte nur jemand Zutritt zu den Lokalen in diesem Bereich, der eine Coronavirus-Impfung vorweisen kann.

Allerdings müsse man der jungen Generation dann auch die Gelegenheit geben, geimpft zu sein, sagte Hacker. Auch deswegen setze man nun beim Impfen einen Schwerpunkt auf die Jüngeren. In einem ersten Schritt würden nun 10.000 Impftermine für Zwölf- bis 15-Jährige für Ende Juni freigeschaltet, mit der Möglichkeit, auch die Eltern gleich mitzuimpfen. Für die Gruppe der 16- bis 30-Jährigen soll es ab der ersten Juliwoche die ersten Impftermine geben.

Impfung von Jüngeren soll Mutationen eindämmen
Eine hohe Durchimpfungsrate sei vor allem wichtig, um Mutationen wie die ansteckendere Delta-Variante einzudämmen. „
Je besser geimpft ist, desto weniger haben diese neuen Mutationen eine Chance. Und da ist natürlich die junge Generation, die überhaupt noch nicht geimpft ist, eine wirklich gefährdete Gruppe“, so Hacker. Bis Ende September werde es möglich sein, dass 80 Prozent der Wiener Bevölkerung bereits vollständig geimpft sind, hofft der Gesundheitsstadtrat.

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