09.06.2021 12:30 |

Gruftkapelle

Edle Fenster gehören immer noch dem Vorbesitzer

Die Familie Orsini-Rosenberg lebt seit bald 400 Jahren in St. Philippen ob Sonnegg. Die Gruftkapelle neben der Pfarrkirche wurde Anfang des 19. Jahrhunderts von der Adelsfamilie errichtet. Vor 30 Jahren wurde die Kapelle dann an die Gemeinde verkauft; nicht aber die denkmalgeschützten, historischen Glasgemälde von Gottlob Mohn. Sie blieben weiter im Familienbesitz.

„Die historisch wertvollen Glasmalereien sind noch immer in unserem Besitz. Meine Mutter hat damals nur die Gruft verkauft, nicht aber die Glaskunstwerke“, erklärt Hubertus Orsini-Rosenberg. Seit 1645 lebt seine Familie in St. Philippen ob Sonnegg in der Gemeinde Sittersdorf. Die Familiengruft wurde Anfang des 19. Jahrhunderts gebaut; und zwar ursprünglich von Franz Ursin von Rosenberg für dessen Frau Katharina. „Die Glaskunstwerke zeigen einige Ahnen unserer Familie“, so Orsini-Rosenberg.

Die historischen Scheiben Gottlob Mohns bestechen mit farblicher Kraft, bei der vor allem die Blautöne im Vordergrund stehen. Unter anderem sind Wilhelm und Franz Ursin oder der als Ahnherr betrachtende Alduinus oder der böhmische Rosenberg Vitellus auf den Fenstern dargestellt. „Es sind wunderschöne Glasmalereien mit wahrlich faszinierenden Effekten“, so Orsini-Rosenberg.

Amtsleiterin Birgit Petek hat sogar im Archiv gestöbert, um zu ergründen, ob es tatsächlich stimmt, dass die Fenster nicht im Gemeindebesitz stehen: „Bei uns liegt das auf. Die Pfarre hat der Gemeinde damals den Grund geschenkt, und die Familie Orsini Rosenberg hat die Kapelle verkauft.“ Dabei wurde festgehalten, dass die denkmalgeschützten Glasfenster im Besitz der Adelsfamilie bleiben. Die Glasmalereien sind durch eine Glaswand geschützt.

Gerlinde Schager
Gerlinde Schager
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