Zwist mit Investor

„Krieg“ um Wacker: Die Trennung ist unvermeidlich

Tirol
01.06.2021 07:57

Der interne schwarz-grüne Machtkampf ist um ein Kapitel reicher: Wacker-Innsbruck-Vorstand hat die drei Geschäftsführer abberufen. Am Dienstag werden sich Boss Jamnig und Co. an die Öffentlichkeit wenden…

Dennis Aogo beteuerte noch am Freitag: „Wir wollen unser Engagement bei Wacker Innsbruck fortführen!“

Alles nur leere Worthülsen. Von den erst kürzlich installierten deutschen Geschäftsführern Jens Duve und dessen Sohn Dennis sowie dem ehemaligen deutschen Nationalteamspieler. Das eindeutige Indiz dafür: Auch am Montag gingen die für spätestens 31. Mai anberaumten Überweisungen von Investor Matthias Siems zum wiederholten Male nicht am schwarz-grünen Klub-Konto ein!

„Sehr überrascht“
Daher hat der Vorstand von Wacker Innsbruck noch am Montag reagieren müssen: Die drei „Statthalter“ des Hamburger Unternehmers wurden von ihrer Position abberufen! „Darüber sind wir sehr überrascht“, lässt Aogo wissen.

(Bild: Birbaumer Christof)

Aber es war pure Notwendigkeit. Es bahnt sich immer mehr an, dass Siems die ausgegliederte Wacker GmbH durch seine Vorgangsweise in den Konkurs treiben lassen will – der Traditionsklub ist dem vormaligen „Heilsbringer“, vor allem nach der Absage der Stadt um Bürgermeister Willi bezüglich des Baugrundes rund ums das Tivoli-Areal, längst egal.

Nächstes Kapitel
Montag wollte sich noch kein Vorstandsmitglied zum nächsten Kapitel in der großen Schlammschlacht äußern. Heute, Dienstag, aber werden sich Präsident Joachim Jamnig & seine Kollegen an die Öffentlichkeit wenden.

Es deutet alles auf eine (schmerzvolle) Trennung hin. Die eigentlich schnell vonstatten gehen müsste. Ein Rosenkrieg ist dabei unumgänglich. Bei dem Siems auch trotz gültiger und rechtlich einzuhaltender Verträge am längeren Ast wäre. Denn mögliche Gerichtsprozesse könnte der Hamburger – auch dank seines Vermögens – besser „aussitzen“. Der Zweitliga-Klub hingegen benötigt jeden Euro für seine Handlungsfähigkeit jetzt. Und nicht erst vielleicht in fünf Jahren nach der Letztinstanz ...

Gernot Gsellmann, Kronen Zeitung

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