26.05.2021 12:25 |

„Kein fairer Prozess“

Jolie lässt Sorgerechtsstreit mit Pitt eskalieren

„Mir wird ein fairer Prozess versagt!“ Angelina Jolie zieht jetzt in ihrem Scheidungskrieg gegen Brad Pitt vor das Berufungsgericht in Kalifornien. Die Oscargewinnerin verlangt, dass der für ihren Fall zuständige Privatrichter John Ouderkirk abgesetzt wird, ehe er ein bindendes Urteil im Sorgerechtsstreit sprechen kann. Der Grund laut Gerichtsakten: „Richter Ouderkirk weigert sich, die minderjährigen Teenager in den Zeugenstand zu rufen, damit diese sich zu ihrem Sorgerechts-Schicksal äußern können.“  

Die 45-Jährige hatte beantragt, dass Pax (17), Zahara (16), Shiloh (14) sowie die Zwillinge Vivienne und Knox (12) beim Prozess aussagen dürfen, bei welchem Elternteil sie lieber leben wollen. Außerdem sollten sie nach Jolies Willen auch zu ihren „Erfahrungen“ zum Verhalten ihres Vaters in der Vergangenheit befragt werden. Sprich, zu den Vorwürfen der Mutter, der „Once Upon A Time in Hollywood“-Star habe häusliche Gewalt begangen.

Jolie geht gegen Privatrichter vor
Ouderkirk lehnte das jedoch ab, womit er laut der Anwälte der Schauspielerin „gegen die bestehenden kalifornischen Verordnungen verstoßen hat“: Diese erlauben nämlich, dass Minderjährige von 14 bis 17 in Sorgerechtsstreits angehört werden dürfen. Der Richter habe es damit „versäumt, die Sicht der Kinder in Bezug auf ihre Erlebnisse, Bedürfnisse und Wünsche ausreichend in Betracht zu ziehen“, berichtete „Enterpress News“.

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Diese Beweise wären entscheidend dafür, dass die Mutter ihr Recht in diesem Fall durchsetzen kann.

Angelina Jolies Anwälte

Des Weiteren behauptet Jolies Anwaltsteam, dass der Richter unrechtmäßig von der Schauspielerin vorgetragene Beweise, die sich um die Sicherheit und dem Wohnbefinden der Minderjährigen drehen, nicht zugelassen habe: „Diese Beweise wären entscheidend dafür, dass die Mutter ihr Recht in diesem Fall durchsetzen kann.“

Jolies Aussagen soll es „an Glaubwürdigkeit gemangelt“ haben
Pitts Anwälte feuerten postwendend zurück: „Der Richter hat in den letzten sechs Monaten die ausgiebigen Verhandlungen auf eine gründliche und faire Weise durchgeführt und ist zu einem vorläufigen Urteil nach Anhörung der Experten und Zeugen gekommen.“ Laut Pitts Seite haben die Zeugenaussagen und Beweise, die Jolie dem Gericht vorgelegt habe, „in vielen wichtigen Bereichen an Glaubwürdigkeit gemangelt“.

Ihr Mandant fordert jetzt, dass die Sorgerechtsbedingungen (Pitt hat bislang nur Besuchsrecht, Jolie seit der Trennung das volle Sorgerecht) im besten Interesse der Kinder abgeändert werden sollten. „Das weitere Hinauszögern durch noch mehr Einsprüche wird die Kinder schwer schädigen, weil ihnen damit die Stabilität auf längere Sicht geraubt wird.“

Kein Ende im Rosenkrieg in Sicht
Die „Brangelina“-Scheidung zieht sich bereits fast fünf Jahren hin. Jolie hatte im September 2016 die Scheidung eingereicht. Sie zeigte Pitt dazu bei der Polizei und beim Jugendamt von Los Angeles an, weil dieser angeblich gegen Sohn Maddox auf einem Flug im Privatjet handgreiflich geworden sein soll. Die offiziellen Ermittlungen sprachen Pitt von kriminellen Verhalten frei. Dennoch beharrt Jolie auf ihren Vorwürfen und will verhindern, dass das Gericht ihrem Ex-Mann das geteilte Sorgerecht zuspricht. Sie verlangt das alleinige Sorgerecht für alle Kinder. 

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