12.05.2021 14:52 |

Offener Brief

Landesrätinnen fordern von Bund mehr Gewaltschutz

Elf Frauenmorden# gab es in Österreich seit Jahresbeginn. Die für Gewaltschutz zuständigen Landesrätinnen wenden sich nun mit gemeinsamen Forderungen an die Bundesregierung.

Seit den jüngsten mutmaßlichen Morden an Frauen ist die politische Diskussion rund um Gewaltschutz wieder hochgekocht. Nun melden sich auch die politisch Verantwortlichen aus sechs Ländern gemeinsam zu Wort. Astrid Eisenkopf (Burgenland), Kathrin Gaál (Wien), Birgit Gerstorfer (Oberösterreich), Doris Kampus (Steiermark), Ulrike Königsberger-Ludwig (Niederösterreich), Beate Prettner und Sara Scheer (beide Kärnten) haben das Schreiben unterzeichnet.

Vier Forderungen formulieren die Landesrätinnen in ihrem offenen Brief an die Bundesregierung. Erstens soll es mehr Austausch zwischen Bund und Ländern geben, ein neuer Gewaltschutz-Dialog soll eingerichtet werden. 

Bund soll mehr Geld geben
Derzeit wird der Gewaltschutz vor allem von den Ländern getragen. Nun soll der Bund auch finanziell Verantwortung übernehmen: „Die Budgetmittel des Bundes für die Akuthilfe, die gegenwärtig vorrangig von den Bundesländern finanziert wird, (sollen) deutlich erweitert werden“, heißt es in dem offenen Brief.

Prävention schon im Jugendalter
Um Gewalttaten gegen Frauen überhaupt zu vermeiden, bekennen sich die Politikerinnen zur opferschutzorientierten Täterarbeit - das heißt, die Aufklärung und Prävention für Männer soll schon bei Jugendlichen beginnen. Außerdem werden in dem Brief sogenannte sicherheitspolizeiliche Fallkonferenzen gefordert - das sind Zusammenkünfte zwischen Polizei, Justiz und Gewaltschutz-Einrichtungen.

Hannah Michaeler
Hannah Michaeler
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