10.05.2021 06:00 |

„Krone“-Leser fordern:

„Gehaltsfortzahlung soll stark verringert werden“

Heftige Reaktionen hat der „Krone“-Bericht über die Gehaltsfortzahlungen für Ex-Politiker hervorgerufen. Alleine die frühere Wiener Vizebürgermeisterin Birgit Hebein (Grüne) hat einen Anspruch auf rund 91.000 Euro brutto. In der „Krone“-Leserschaft ist die Empörung darüber groß: Gefordert wird eine rasche Reform der Regelung.

Je nach Funktion können Politiker nach dem Ausscheiden noch für drei oder sechs Monate 75 Prozent ihres früheren Aktivbezugs weiterkassieren - samt den anteiligen Sonderzahlungen. Voraussetzung ist keine Erwerbstätigkeit oder kein Antritt einer Pension. Nach der Gemeinderatswahl ergaben sich für die Stadt Wien daraus Kosten von 378.930 Euro für 15 Altmandatare.

Viele haben kein Verständnis dafür: „75 Prozent ist ein Schlag ins Gesicht für jeden, der seine Arbeit durch Corona verloren hat und Arbeitslosengeld bekommt“, meint ein „Krone“-Leser. Der Ruf nach Reform wird laut. Einige wollen die Zahlungen stark verringern, andere sogar ganz abschaffen. „Wie wäre es also in diesem Fall mit der viel zitierten Umverteilung“, so ein anderer Leser süffisant.

Freiheitliche lagen bei Anträgen an der Spitze
Selbst in der Politik gibt es manchmal Forderungen nach einer Abschaffung der Regelung. So sprach FPÖ-Bundesobmann Norbert Hofer im April via Aussendung von „einem Privileg der Vergangenheit“, das angesichts der Pandemie nicht mehr zeitgemäß sei.

In der Wiener FPÖ muss er vielleicht noch Überzeugungsarbeit leisten: Im vorigen Herbst, also mitten in der Krise, beantragten neun frühere Mandatare die Fortzahlung. Acht Ex-Gemeinderäte hatten jeweils einen Anspruch auf rund 18.000 Euro brutto und Ex-Bezirkschef Paul Stadler sogar auf rund 56.000 Euro brutto. Die FPÖ ist damit zumindest in dieser Kategorie die stärkste Partei.

Philipp Wagner
Philipp Wagner
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