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MAN weist „Annäherung“ bei Verhandlungen von sich

Das Ringen um eine Lösung für den MAN-Standort in Steyr wird immer mehr zum Hick-Hack. Hatten die Betriebsräte in der zweiten Verhandlungsrunde zum Sozialplan am Mittwoch eine kleine Annäherung wahrgenommen, teilte das Unternehmen seinen Beschäftigten gestern mit: Es gab keine Annäherung! Auch in puncto Geld sprach der Lkw-Hersteller Klartext. 

Rund 24 Stunden nach dem Ende der zweiten Verhandlungsrunde zwischen den MAN-Anwälten und den Belegschaftsvertretern für den Sozialplan, der bei der Werksschließung in Kraft treten soll, sprach der Lkw-Hersteller auf der firmeninternen Kommunikationsplattform Richtung der Belegschaft in Steyr Klartext. 

Die Botschaften waren unmissverständlich: So betonte MAN, dass es zwischen den Sozialplan-Verhandlern keine Annäherung gegeben hat, sondern man weiterhin weit auseinander liegen würde. Mit Verweis auf einen Professor der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt unterstrichen die Deutschen, dass die Kündigung des bis 2030 laufenden Standortsicherungsvertrags rechtens gewesen sei.

Zeitfenster wird enger
Auch zu einer möglichen Nachnutzung des Werks in Oberösterreich nahm MAN Stellung. Für eine alternative Fortführung des Standorts, selbst in Teilen, wird das Zeitfenster immer enger, ließ MAN die rund 2100 MItarbeiter wissen.

Was die mögliche Dotierung des Sozialplans angehen würde, betonte der Konzern, dass der Sozialplan für den einzelnen Mitarbeiter nicht so attraktiv sein kann, wie es jener gewesen wäre, der bei einer Übernahme durch die WSA von Sigi Wolf zum Zug gekommen wäre. Das würde auch damit zusammnenhängen, dass das zur Verfügung stehende Budget nun auf die Freisetzung aller Mitarbeiter verteilt wird und nicht mehr nur auf einen Teil der Belegschaft.

Barbara Kneidinger
Barbara Kneidinger
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Dienstag, 22. Juni 2021
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