Für Zeit nach MAN

Gewerkschafter wird nun „Scout“ für Zukunftslösung

An den Schließungsplänen für das Werk in Steyr gibt’s nichts zu rütteln, aber bei den Sozialplan-Gesprächen zeigt sich MAN dann doch gesprächsbereit. In der zweiten Verhandlungsrunde näherten sich die Anwälte des Lkw-Herstellers und die Betriebsräte etwas an. Wie die Schließung im Detail abläuft, ist noch nicht fixiert.

Das erste Sozialplan-Angebot der MAN-Anwälte war für die Betriebsräte Helmut Emler und Thomas Kutsam nicht annehmbar gewesen. Gestern trafen sich Vertreter des Lkw-Herstellers und die Belegschaftsvertreter samt Gewerkschaften in Steyr, um bessere Konditionen für das „Schmerzensgeld“ zu schnüren. Das Ergebnis nach dem rund drei Stunden dauernden Gipfel: In der zweiten Verhandlungsrunde näherten sich die Betriebsräte und die Vertreter des Lkw-Herstellers etwas an.

Nachdem sich die Mehrheit der Belegschaft in der Urabstimmung gegen eine Übernahme durch die WSA von Ex-Magna-Chef Sigi Wolf ausgesprochen hatte, holte MAN die Schließungspläne wieder aus der Schublade. Die Mitarbeiter hatten gehofft, dass sich noch andere Möglichkeiten für eine Fortführung ergeben.

„Nicht schlecht unterwegs“
Bei den Sozialplan-Verhandlungen gab’s gestern das Okay, dass sich die Belegschaft um eine Nachnutzung des Standorts bemühen darf. Alois Stöger von der Gewerkschaft PRO-GE soll hier mögliche Angebote sondieren. „Wir sind nicht schlecht unterwegs“, sagt Emler.

Lkw-Produktion steht heute still
Auch das Wort Mitarbeiterbeteiligung fiel gestern, noch ist aber alles sehr vage. Wie das genaue Zurückfahren des Werks in Steyr abläuft, wird derzeit bei MAN noch intern ausgefeilt. Aufgrund fehlender Teile steht heute die Lkw-Produktion still.

Barbara Kneidinger
Barbara Kneidinger
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Sonntag, 20. Juni 2021
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