04.05.2021 17:21 |

Leiche im Gepäck

Mord fliegt wegen Corona-Ausgangssperre auf

Weil sie Sex mit ihr abgelehnt habe, hat eine junge Frau in Großbritannien ihre 28-jährige Mitbewohnerin getötet. Dafür verurteilte ein Gericht in Bristol die 28-Jährige zu lebenslanger Haft, mindestens aber 23,5 Jahren hinter Gittern. Die Bluttat war aufgeflogen, weil die junge Frau - mit der zerstückelten Leiche im Gepäck - wegen der Corona-Ausgangssperre kontrolliert worden war. Sie hatte im Vorjahr gegen die geltenden Ausgangsbeschränkungen verstoßen, als sie in einem Wald die sterblichen Überreste ihrer Mitbewohnerin entsorgen wollte.

Die 28 Jahre alte Phoenix Netts hatte einer Freundin im Februar des Vorjahres erzählt, ihre Mitbewohnerin Gareeca Conita Gordon habe „Sex mit ihr gefordert“ und sei „aggressiv“ geworden, als sie Nein sagte. Am 7. April schickte Netts eine SMS an eine Freundin, in der sie schrieb: „Hier ist ein Mädchen, das mich immer wieder um sexuelle Handlungen bittet“. Sie denke, sie „werde zurück nach London ziehen. Es macht mir Angst, lol“, scherzte die junge Frau noch. Eine knappe Woche später war sie tot.

Gordon, eine gebürtige Jamaikanerin, habe ihr gleichaltriges Opfer am 16. April des Vorjahres mit vier Stichen in der gemeinsamen Wohnung lebensgefährlich verletzt, sterben lassen und dann den Leichnam zerteilt, urteilte die Richterin am Mittwoch. Die 28-Jährige habe dann versucht, die mit einer Säge zerstückelte Leiche zu verbrennen.

In Kurznachrichten an die Familie der ermordeten Mitbewohnerin hatte die junge Frau noch wochenlang vorgegeben, das Opfer lebe. Festgenommen wurde sie schließlich im Mai, weil sie entgegen der geltenden Corona-Ausgangssperre außerhalb ihres Wohnortes unterwegs war. Polizisten kontrollierten die Frau und fanden Leichenteile in zwei Koffern.

Gordon bekannte sich am 21. April des Mordes für schuldig, jetzt wurde das Strafmaß verkündet: Lebenslange Haft, mindestens aber muss die 28-Jährige 23,5 Jahren hinter Gitter.

Harald Dragan
Harald Dragan
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