23.04.2021 17:00 |

Die Zeit nach Covid-19

Debatte im Gemeinderat: Kindern Straße „schenken“

Was kommt nach Covid-19? Eines steht jedenfalls fest: Zurück in die alte Normalität führt kein Weg mehr, dazu haben zu viele Menschen ihre finanzielle Sicherheit verloren. Zu viele Kinder, Jugendliche aber auch Erwachsene leiden psychisch massiv.

Wie wird es also nach Covid weitergehen? Diese Frage stellte die Innsbrucker SP gestern dem Gemeinderat. Vielleicht ist es der Gedanke an die Zukunft, der automatisch an Kinder denken lässt – vielleicht sind es auch die erschreckenden psychischen Zustände, unter denen Tirols Kinder und Jugendliche leiden – der Fokus lag jedenfalls ganz auf ihnen.Nach einem Jahr Homeschooling, ähnlich langer Zeit ohne physischen Kontakt zu Freunden und nach einem Jahr ohne Pause von den Eltern sind die Kinder und Jugendlichen fertig mit den Nerven. Das belegen mittlerweile auch Studien. Und das ist auch bei den Politikern angekommen. Nicht nur die SPÖ sah die Notwendigkeit von Jugendzentrenöffnungen, sobald es die Infektionszahlen zulassen, der fehlende Kontakt zwischen den Kindern und Jugendlichen bereitet auch anderen Parteien Sorge.

Sorge über Zunahme von Gewalttaten an Kindern
StR. Christine Oppitz-Plörer (FI) überraschte mit dem Vorschlag, den Kindern am Wochenende manche Straßenzüge zu „schenken“ und Sandkästen aufzustellen – wie es vor vielen Jahren schon einmal in der Maria-Theresienstraße passiert sei. Auch GR Julia Seidl (Neos) meinte bestürzt, dass Maturanten den zweiten Sommer in Folge vor sich haben, indem sie keine Perspektiven hätten: Studium, Praktikum, Arbeit? Keiner wisse, wie es weitergehe. GR Mesut Onay (ALI) pochte einmal mehr auf Bildungsgerechtigkeit, um eine gerechtere Zukunft zu gestalten. Und Vize Johannes Anzengruber (VP) sah mit großer Sorge, dass die Zahlen der Gewalttaten gegen Kinder und Jugendliche in die Höhe schießen und bittet die Bevölkerung, das Angebot der Hilf-Hotlines bei Bedarf zu nutzen.

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