09.04.2021 09:02 |

Bis dahin 73% immun

Briten erreichen am Montag bereits Herdenimmunität

Forscher des University College London haben berechnet, dass Großbritannien bereits am Montag Herdenimmunität erreichen könnte. Bis dahin sollen 73,4 Prozent der Bevölkerung immun gegen das Coronavirus sein - entweder weil sie bereits geimpft wurden oder weil sie eine Erkrankung bereits überstanden haben.

Die Impfkampagne in Großbritannien schreitet zügig voran: Die Zahl an Neuinfektionen nimmt seit Jänner stark ab. Der Weg zurück in die Normalität zeichnet sich schon klar ab: Denn für Herdenimmunität für das Coronavirus müssen etwa 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung immun gegen den Erreger sein.

Am 12. April soll es laut den Wissenschaftlern aus London so weit sein, wie die „Daily Mail“ berichtete. Aktuell haben fast die Hälfte aller Briten (7,1 Millionen Menschen) zumindest eine Impfdosis bekommen. Weitere vier Millionen Inselbewohner haben bereits eine Infektion überstanden und gelten aus diesem Grund als immun. Zehn Prozent aller Menschen sollen zudem eine natürliche Immunität gegen den Erreger haben.

Noch im März waren Wissenschaftler vom Imperial College weitaus pessimistischer: Da wurde noch angenommen, dass bis Ende März lediglich 34 Prozent der Briten dank Antikörpern gegen das Coronavirus geschützt sind.

Schwelle für Herdenimmunität könnte allerdings auch höher sein
Herdenimmunität ist erreicht, wenn ein bestimmter Anteil der Bevölkerung bereits über Immunität gegenüber einem Erreger verfügt. Bei Masern greift dieser Effekt erst bei einer Durchimpfungsrate von 95 Prozent, viele Forscher nehmen an, dass für das Coronavirus 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung immun sein müssen. Der renommierte US-Virologe Anthony Fauci hatte kürzlich allerdings erklärt, dieser Wert könnte auch bis zu 90 Prozent für SARS-CoV-2 betragen. „Wir wissen noch nicht wirklich, wie hoch die tatsächliche Zahl ist. Ich denke, der tatsächliche Bereich liegt irgendwo zwischen 70 und 90 Prozent. Aber ich werde nicht konkret 90 Prozent sagen“, gab sich der Mediziner gegenüber der „New York Times“ vorsichtig.

Mehr Reisefreiheit mit Ampelsystem angedacht
Angesichts seines Fortschritts bei den Impfungen erwägt Großbritannien Lockerung bei internationalen Reisen für Anfang Mai. Mit einem Ampelsystem könnten Länder in rote, gelbe oder grüne Kategorien eingeordnet werden - je nachdem, wie groß die Gefahr einer Ansteckung in dem jeweiligen Zielland ist. Dabei soll die Durchimpfung sowie die Infektionsrate berücksichtigt werden. Je nachdem, welche Farbe die Urlaubsdestination hat, gelten dann unterschiedliche Regeln bei der Wiedereinreise.

Miriam Krammer
Miriam Krammer
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