09.04.2021 08:55 |

Plus zehn Prozent

Kalter Winter: Haushalte heizten 2020/21 mehr

Die Wiener Haushalte haben in der abgelaufenen Heizsaison 2020/21 mehr Fernwärme und Gas verbraucht - der Winter war etwas kälter als im Jahr davor, lag aber im langjährigen Mittel. Einen Corona-Effekt hat es beim gesamten Fernwärmeverbrauch laut Wien Energie nicht gegeben. Insgesamt haben die Wiener mit Fernwärme um knapp zehn Prozent mehr geheizt als in der vorigen Saison.

Im Vergleich zum langjährigen Durchschnitt seien es aber um 3 Prozent weniger gewesen. Mit einer Durchschnittstemperatur von 5,3 Grad sei die von Anfang Oktober 2020 bis Ende März gelaufene Heizperiode in Wien ziemlich genau im langjährigen Mittel gelegen. Im Vergleich zum Vorjahr - einem der mildesten Winter - sei es jedoch deutlich kälter gewesen, so die Fernwärme-Bilanz der Wien Energie.

Die tatsächlichen Heizkosten hängen stark vom eigenen Heizverhalten ab, betont der Energieversorger. Wesentlichen Einfluss hätten Heizungsart und -einstellungen, Dämmung und der allgemeine Zustand des Gebäudes. Auch wenn im Gesamtverbrauch der Stadt kein Corona-Effekt sichtbar sei: Wer mehr Zeit zu Hause etwa im Home Office verbringe, brauche mehr Energie. Eine Senkung der Raumtemperatur um ein Grad spare bereits sechs Prozent Heizenergie.

Kalter März und Oktober
Den Heizrekord des Winters gab es am 11. Februar: Um 8 Uhr früh betrug bei einer Außentemperatur von minus 6,6 Grad die Leistungsspitze 2086 Megawatt (MW). Ein historischer Wert war das aber nicht, denn dieser wurde am 3. März 2018 mit 2414 MW erreicht. Zum Vergleich: An einem durchschnittlichen Wintertag liegt die Wärmeleistungsspitze bei etwa 1600 MW. Auffallend waren ein kalter März und Oktober mit 16 Prozent bzw. 18 Prozent mehr Fernwärmebedarf als im Jahr davor. Von Anfang Oktober 2020 bis Ende März 2021 wurden rund 4,831.000 MWh Fernwärme benötigt.

Auch Gasverbrauch höher
Der Gasverbrauch der Haushalte im Gebiet der Wiener Netze - Wien und Umgebung - war ebenfalls höher: Der Anstieg betrug nach Angaben der Wiener Netze im Vergleich zur Vorjahresperiode rund neun Prozent.

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