03.03.2021 10:30 |

Test schreckt ab

Friseure klagen über Pfusch in eigenen vier Wänden

Viele machen es, wenige sprechen darüber: Die Schattenwirtschaft boomte besonders zu Zeiten des Lockdowns. Wie ein Rundruf zeigte, reißt die Pfuscherei in der Friseurbranche aber weiter nicht ab - trotz geöffneter Salons. „Der Corona-Test schreckt viele Kunden ab“, sagt die Salzburger Friseurmeisterin Ulrike Liberda.

Nach dem ersten Run auf die Friseursalons vor zwei Wochen herrscht nun Flaute. Stammkunden halten das Geschäft zwar am Laufen, die fehlende wöchentliche Kundschaft reißt aber ein großes Loch ins Firmenbudget. „Der Corona-Test schreckt viele Leute ab“, berichtet Friseurmeisterin Ulrike Liberda. Seit eineinhalb Jahren betreibt sie ihren Salon „Die Friseurin“ in Sankt Michael im Lungau.

Die verpflichtenden Corona-Tests spielen besonders Privaten in die Hände, „der Pfusch boomt“, betont die Lungauerin. Die Friseurmeisterin nimmt auch die Politik in die Pflicht: „Die Maßnahmen kann ich nicht alle nachvollziehen. Wieso brauche ich beim Zahnarzt keinen Test, aber beim Friseur schon?“

Innungsmeister fordert Selbsttests vor Ort
Laut einer österreichweiten Studie des Linzer Market-Instituts bleiben den Friseuren rund 60 Prozent ihrer Stammkunden erhalten. „Der Rest sucht sich Alternativen in Form von privaten Anbietern oder mobilen Friseuren“, weiß Wolfgang Eder, Friseur-Innungsmeister in Salzburg.

Um das Abwandern der Kunden in die eigenen vier Wände zu verhindern, fordert Eder für alle 600 Unternehmer in Salzburg Selbsttests vor Ort. „Ähnlich wie in den Schulen, da funktioniert das auch gut“, so Eder.

Stephanie Angerer
Stephanie Angerer
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