Wenn Roboter an der Hotelrezeption assistieren oder ganz übernehmen, ist vieles im Umbruch: Die Salzburger Firma GMS präsentierte bei Gipfel die KI-Dame Yuna. Der Erfinder und Firmengründer blickt optimistisch auf eine noch digitalere Zukunft.
„Hallo Yuna, wie geht es dir?“, fragt Ulrich Hutter, Gründer der Salzburger Firma „GMS Software Manufaktur“. Die Roboterdame ist gut gelaunt: „Mir geht es super!“, antwortet sie und möchte gleich weiterhelfen. „Sie hat immer Antworten parat“, so Hutter. In der Praxis könnte Yuna beim Empfang Gäste begrüßen, mit Informationen wie Frühstücks-Zeiten oder Infos über Bergbahnen weiterhelfen bzw. auf Wunsch einen digitalen Stadtplan mailen. Der Gesprächspartner funktioniert bei kontaktlosem Check-in und natürlich auch dann, wenn Gäste nicht länger warten wollen.
„Ich war einmal in Seoul an einer Hotelrezeption und vor mir waren 30 Chinesen“, erzählt Hutter über Situationen, wo Roboter-Assistenz besonders gefragt ist.
Gäste können mit ihr ganz normal kommunizieren. Teams an Rezeptionen werden dadurch entlastet.
Ulrich Hutter, Firmengründer
Das System kann im Hintergrund mit unterschiedlichen Informationen gefüttert werden. Neben Teller-Robotern, die benutztes Geschirr zur Abwasch bringen, ist digitale Assistenz in Bereichen wie Rezeption und Verwaltung im Kommen. Ulrich Hutter hat sich mit seiner Firma, die 1998 am Katschberg gegründet wurde und 50 Mitarbeiter hat, auf IT-Lösungen für Hotellerie, Gastronomie und Medizin spezialisiert.
Positiver Ausblick in Zukunft mit mehr KI-Hilfe
„Es ist alles im Umbruch“, spricht er den enormen Wandel durch künstliche Intelligenz an und prognostiziert: „2027 wird das Jahr mit den bisher radikalsten Veränderungen werden.“
Peter Steinberger, KI-Genie aus Österreich, der gerade ins Silicon Valley abgeworben wurde, brachte einiges ins Rollen. Hutter sieht das in Branchen wie der Hotellerie auch durchaus positiv. „Früher kamen einmal am Tag Briefe, dann hunderte E-Mails, heute sind unzählige Plattformen zu betreuen, um ein Hotel am Laufen zu halten.“ Ein Interessent sprach gerade von 40 Tools, die er bedienen muss. Das könnten vermehrt KI-Agenten übernehmen.
Hutter studiert gerade auch am Massachusetts Institute of Technology in den USA – als einer von nur zwei Europäern unter 40 Teilnehmern. „Die Strukturen in Europa sind leider zum Teil sehr veraltet“, kritisiert er.
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.