Die Steiermark hat wegen ihrer Fixierung auf den Automarkt stärker als andere Bundesländer unter der Wirtschaftskrise gelitten: Tausende Jobs brachen weg, unzählige Firmen gingen tschari. Nur die Vermögen der Steirer blieben weitgehend verschont. Das Sparbuch hat uns "gerettet"!
Steirer spekulieren kaum
"Aktien sind für die meisten Steirer viel zu risikoreich", sagt Susanne Lind-Braucher, eine der Studienautoren. "Der Großteil der Landsleute vertraut auf das Sparbuch, lässt sich nicht auf Spekulationen ein." Im Gegensatz zu den Bewohnern anderer Länder, die teils ordentlich auf die Nase gefallen sind.
Während der Finanzkrise haben vor allem Deutsche und Engländer ein "Herdenverhalten" an den Tag gelegt: "Wenn die Analysten eine Aktie empfohlen haben, sind ihnen die Anleger blind gefolgt, das rationale Denken hat ausgesetzt", weiß Lind. Nur die Steirer hätten sich nicht mitreißen lassen. Jetzt wollen die Wissenschafter neue Modelle entwickeln, um Banken und Anleger vor künftigen Fehlinvestitionen zu bewahren.
von Gerald Schwaiger, "Steirerkrone"
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