20.02.2021 08:45 |

Bewaffnete Konflikte

Millionen Kinder im Kongo von Gewalt bedroht

In der Demokratischen Republik Kongo sind laut UNICEF mehrere Millionen Kinder durch Gewalt von bewaffneten Gruppen bedroht. Alleine in den letzten zwölf Monaten wurden in dem Land etwa 5,2 Millionen Menschen aus ihren Häusern vertrieben.

„Das Leben und die Zukunft von mehr als drei Millionen vertriebenen Kindern sind in Gefahr, während die Welt wegschaut“, erklärte das UN-Kinderhilfswerk UNICEF am Freitag. Nach UN-Angaben wurden 5,2 Millionen Menschen in dem zentralafrikanischen Land aus ihren Häusern vertrieben - die Hälfte davon in den vergangenen zwölf Monaten.

Das seien „mehr als in jedem anderen Land mit Ausnahme von Syrien“, erklärte UNICEF. Kinder seien durch sexuellen Missbrauch und die Rekrutierung als Kindersoldaten durch bewaffnete Gruppen besonders gefährdet.

Dramatische Versorgungslage
Die Vertriebenen lebten in überfüllten Siedlungen, in denen es an sauberem Wasser, medizinischer Versorgung und anderen grundlegenden Dienstleistungen mangele. In den am stärksten von Gewalt betroffenen Provinzen Ituri, Nord-Kivu, Süd-Kivu und Tanganjika sind laut UNICEF mehr als acht Millionen Menschen akut von Ernährungsunsicherheit betroffen.

Zahlreiche Konfliktherde
Die Demokratische Republik Kongo hat mit zahlreichen Konflikten zu kämpfen, vor allem im abgelegenen Osten des riesigen Landes. In den vier östlichen Provinzen kämpfen Dutzende von Milizen, darunter die Allied Democratic Forces (ADF), die für Hunderte Tote verantwortlich gemacht wird. Allein im vergangenen Jahr sollen laut UNO mehr als 2.000 Zivilisten bei den Kämpfen getötet worden sein.

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