20.02.2021 07:05 |

Jetzt wartet WM-Slalom

Liensberger: „Diese Medaillen beflügeln mich“

Katharina Liensberger war bei jedem Slalom dieses Winters auf dem Podest, heute (ab 10 Uhr im sportkrone.at-Ticker) will sie mit dem Sprung aufs oberste Treppchen zur besten WM-Athletin werden. „Diese Medaillen beflügeln mich“, sagt sie über ihre bisherige Ausbeute.

Ein Eichhörnchen. Auf der Straße, bei der Fahrt zum Riesentorlauf. Katharina Liensberger war ganz aus dem Häuschen. Das war das Omen, das Zeichen. Denn das Eichhörnchen ist das Maskottchen dieser WM. Und die sammeln, was das Zeug hält. Kathi will das auch. Nein, Gold im Parallel und Bronze im Riesentorlauf sind viel, aber nicht genug. Das Vorarlberger Ski-Eichhörnchen möchte seine Medaillen-Sammlung gleich ausbauen. „Da um den Hals“, sagt die 23-Jährige vor dem heutigen Slalom kokett, „da ist schon noch Platz!“

Zumal der WM-Schlussbewerb der Damen die eigentliche Spezialität von Liensberger ist. Siebenmal stand sie bislang im Slalom auf dem Weltcup-Podest, in diesem Winter sogar bei jedem Rennen (2x 3., 3x 2.). Und die Bronze-Medaille verfehlte sie vor zwei Jahren als Vierte um vier Zehntel.

Slalom-Sieg fehlt
Nun soll der ganz große Coup gelingen. Kathi hat Gefallen an Gold gefunden. „Und der bisherige Erfolg bei dieser WM, der beflügelt mich. Das ist alles sehr befreiend für mich“, fiebert Liensberger ihrem letzten WM-Auftritt entgegen.

Dass ihr im Weltcup der erste Sieg noch fehlt, tut diesen Ambitionen keinen Abbruch. Der WM-Titel im Parallel hat sie lockerer gemacht. Glaubt auch Damen-Boss Christian Mitter: „Man glaubt als Trainer vor jedem Rennen an einen Dreifach-Sieg“, scherzte der Steirer, „aber im Ernst: Wir haben hier zwei Damen in der Topgruppe - also mischen wir mit. Aber natürlich ist das Gedränge um die ersten drei Plätze groß.“ Liensberger wird wieder viel Herz in den Gold-Kampf werfen: „Ich kann alles aus mir rausholen, das habe ich gezeigt. Es ist wie in einem Film - und der ist noch nicht zu Ende.“

Eine goldene Jacke
Dass ihr Biathlon-Legende Martin Fourcade im Namen der Skifirma Rossignol vor dem Slalom eine goldene Jacke überreichte, mag neben dem Eichhörnchen ein zusätzliches gutes Omen sein. Vor zwei Jahren war Liensberger mit der Skifirma wegen eines geplanten Wechsels zu Kästle schwer übers Kreuz gekommen. Jetzt hängt der Himmel voller Geigen …

Georg Fraisl, Kronen Zeitung

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