12.02.2021 09:44 |

Minus von 9,9 Prozent

Britische Wirtschaft sackte 2020 im Rekordtempo ab

Die britische Wirtschaft musste im Vorjahr einen Rekordrückgang vermelden. Neben den Verlusten durch den Brexit ist vor allem die Corona-Krise für den enormen wirtschaftlichen Abschwung verantwortlich. Die Wirtschaftsleistung rutschte dabei um fast zehn Prozent ins Minus - das ist der größte Verlust aller G7-Staaten. Erst im vierten Quartal 2020 zeigte sich eine leichte Erholungstendenz.

Wie das Statistikamt ONS in London am Freitag mitteilte, ging das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Jahr 2019 um 9,9 Prozent zurück. Das Vereinigte Königreich ist damit neben den enormen gesundheitlichen Folgen auch ökonomisch besonders hart von der Covid-19-Pandemie betroffen.

Auch im internationalen Vergleich hinterher
Im Gesamtjahr 2020 gingen sowohl die Haushaltsausgaben als auch die Unternehmensinvestitionen stark zurück. Der Wirtschaftseinbruch folgt auf ein Wachstum von 1,4 Prozent im Jahr 2019. Aber auch im internationalen Vergleich hat die Corona-Krise die britische Wirtschaft stark getroffen. In Deutschland etwa fiel der Wirtschaftseinbruch im vergangenen Jahr gerade einmal halb so stark aus.

Leicht positive Aussichten
Im vierten Quartal hingegen hat sich die britische Wirtschaft international nicht schlecht geschlagen. Deutschland etwa verzeichnete im Schlussquartal 2020 ein Mini-Wachstum knapp über Stagnation. Frankreich und Italien sind sogar geschrumpft, ebenso die Eurozone. Die US-Wirtschaft wuchs in etwa so stark wie Großbritannien.

Zum Jahresende hin wuchs die britische Wirtschaft jedoch wieder. Laut ONS lag das BIP im vierten Quartal ein Prozent über dem Niveau des Vorquartals. Die Bank of England erwartet nun für die zweite Jahreshälfte 2021 eine deutliche Erholung der Situation.

Quelle: Agenturen

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