Bevölkerungswachstum

159 oö. Gemeinden verloren Einwohner

Oberösterreich ist auch 2020 gewachsen. Aber bei Weitem nicht so stark wie in den letzten acht Jahren. Durch das Plus von 5477 Menschen konnte noch immer nicht die Marke von 1,5 Millionen Einwohnern geknackt werden. Rückläufige Zahlen gab es in 159 Gemeinden und den Statutarstädten Linz und Steyr.

Laut Statistik Austria lebten in Oberösterreich am 1. Jänner 1.495.756 Personen. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 0,37 Prozent und damit der geringste Zuwachs seit dem Jahr 2012 - siehe Grafik. „Das Bevölkerungswachstum wurde dabei ausschließlich durch Menschen mit nicht-österreichischer Staatsangehörigkeit getrieben“, stellt Statistik Austria-Generaldirektor Tobias Thomas fest. In Oberösterreich stieg die Zahl der Ausländer um 6778. Damit ist erstmals für mehr als 203.000 Nicht-Österreicher das Land ob der Enns ihre neue Heimat. Rückläufige Zahlen verzeichneten im Vorjahr die Statutarstädte Linz (43) und Steyr (88). Wels hingegen legte um 192 Personen zu.

Laakirchen verlor die meisten Einwohner
In insgesamt 159 Gemeinden schrumpften die Einwohnerzahlen. Mit 99 ist Laakirchen in dieser Kategorie an erster Stelle. SPÖ-Bürgermeister Friedrich Feichtinger hat mit einem derartigen Rückgang nicht gerechnet. „Die wirtschaftliche Situation hat ihren Teil dazu beigetragen. Wir haben viel Industrie. Leute, die ihren Job verloren haben, sind wohl weggezogen.“ Bitter:Die Gemeinde wird erneut weniger an Bundesertragsanteilen erhalten. „Pro Einwohner sind das je nach Steuereinnahmen im Bund zwischen 700 und 1000 Euro“, knirscht Feichtinger.

Mehr Geld
Sein Ansfeldner Partei- und Bürgermeisterkollege Manfred Baumberger darf sich über mehr Geld freuen. Die Stadt legte um 331 Einwohner zu. Landesweit ist das der Höchstwert. „Überraschend ist, dass der Zuzug hauptsächlich aus dem Zentralraum erfolgt ist“, so Baumberger.

Rutzenham bleibt die kleinste Gemeinde
Unverändert blieb das Ranking der Kleinst-Gemeinden. Rutzenham führt mit 296 Einwohnern weiter vor Mayrhof (318) und Mörschwang(340). In elf Orten leben weniger als 500 Menschen.

Mario Zeko
Mario Zeko
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Mittwoch, 14. April 2021
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