27.01.2021 07:00 |

Positives Beispiel

Corona-freie Betreuung dank „rigoroser Testkultur“

Während steirische Altenheime immer noch Corona-Cluster vermelden, sind viele Einrichtung für Steirerinnen und Steirer mit Behinderungen Corona-frei. Wie geht das? Susanne Maurer-Aldrian von den Lebenshilfen Soziale Dienste erklärt die rigorose Testkultur, die diesen Erfolg ermöglicht.

Corona hat den Pflegebereich hart getroffen. Doch während es in Altenheimen immer noch Cluster gibt, haben Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen die Situation derzeit unter Kontrolle. Keinen einzigen Fall gibt es aktuell etwa bei den Lebenshilfen Soziale Dienste.

„Erste Welle war Lektion“
„Die erste Welle war eine Lektion für uns“, erinnert sich Leiterin Susanne Maurer-Aldrian. Auch in Einrichtungen der Lebenshilfen Soziale Dienste, die in Graz und Umgebung sowie Voitsberg und Deutschlandsberg tätig ist, gab es Fälle: „Insgesamt wurden 52 Mitarbeiter und 36 Kunden positiv getestet. Zum Glück gab es nur bei zwei einen schweren Krankheitsverlauf.“

Erfolgreich mit einer rigorosen Testkultur
Ab Mai begann man vermehrt zu testen - zuerst nur im Verdachtsfall. Doch als im Dezember der mutierte Virus aufkam, führte man eine rigorose Testkultur ein: „Zweimal die Woche Antigentests - und zwar nicht nur bei Mitarbeitern, sondern auch bei Kunden und Besuchern. Und ab dieser Woche testen wir sogar alle 48 Stunden“, sagt sie. Auch die Maskenpflicht wird konsequent umgesetzt - bereits seit Langem setzt man dabei auf FFP2-Masken.

Das Ergebnis: Bereits seit letzter Woche ist man Corona-frei. Ähnliche Strategien verfolgen auch andere steirische Behinderteneinrichtungen und vermelden ebenfalls gute Ergebnisse.

Impfung als Hoffnung für die Zukunft
„Und jetzt hoffen wir noch auf die Impfung“, so Maurer-Aldrian. 63 Prozent der Mitarbeiter und 81 Prozent der Kunden sind laut interner Umfrage bereit, sich impfen zu lassen. Zwingen will sie aber niemand: „Mit Schuldzuweisungen kommt man nicht weit. Wir setzen auf Aufklärung.“

So konnte sie etwa Experten wie Florian Krammer dafür gewinnen, Mitarbeitern und Kunden sowie deren Angehörigen Rede und Antwort zu stehen. „Und wenn die Impfung erst einmal da ist, wird es bestimmt eine positive Sogwirkung geben“, ist sie sich sicher.

Christoph Hartner
Christoph Hartner
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