21.01.2021 13:13 |

Todesursache mysteriös

Gigantischer Finnwal im Golf von Neapel entdeckt

„Vermutlich einen der größten“ toten Wale, die jemals im Mittelmeer entdeckt wurde, haben Taucher der Küstenwache im Golf von Neapel gefunden. Nun wird der gigantische Kadaver untersucht - es wird vermutet, dass der Koloss an einer Infektionskrankheit verendet sein könnte.

Meeresbiologen berichteten, sie hätten noch nie ein imposanteres Exemplar eines Wals im Mittelmeer gesehen. Das Finnwal-Weibchen ist mehr als 20 Meter lang, was der Höhe eines fünfstöckigen Hauses entspricht und habe ein Gewicht von rund 70 Tonnen.

Ein Schiff der Küstenwache schleppte den über 20 Meter langen, leblosen Walkörper am Mittwoch in den Hafen im süditalienischen Neapel. Dort sollte der Kadaver untersucht werden, um die Todesursache zu finden.

Helfer waren auf der Suche nach einem anderen Wal
Die Küstenwache hatte den toten Meeressäuger bei ihrer Suche nach einem anderen, kleineren Exemplar entdeckt. Dieses Tier war nach Medienberichten vor einiger Zeit hilflos und verwirrt im Hafen von Sorrent, in der Bucht von Neapel, aufgetaucht. Der kleinere Wal schwamm danach mehrfach mit voller Wucht gegen eine Mauer, bis sich sogar das Wasser vom Blut rot gefärbt hatte.

Wegen der offensichtlichen Verletzungen schickte die Küstenwache Helfer los. Bei der Suche fanden sie zwar den toten Riesen, aber nicht das kleine Tier. Das ließ die Sorge um den vermissten zweiten Wal bei Tierschützern wachsen.

Infektionskrankheit oder Plastikmüll Todesursache?
Nun begeben sich Experten auf die Suche nach der Todesursache. Es könnte sich um eine Virusinfektion handeln, wie Masern. 2017 waren Hunderte an der ligurischen Küste gestrandete Delfine an dieser Krankheit gestorben, berichtete die „Süddeutsche Zeitung“. Auch eine Vergiftung durch Plastikmüll ist nicht ausgeschlossen.

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