20.01.2021 21:10 |

Lockdown ohne Ende?

Anschober: „Öffnung kann ich nicht versprechen“

Im #brennpunkt mit Katia Wagner am Mittwochabend hat sich Gesundheitsminister Rudolf Anschober vorsichtig gegeben. Eine Öffnung im Februar sei nicht gesichert, schließlich sei der Verlauf der Pandemie „ganz schwer prognostizierbar“. Auch SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner sieht eine Festlegung auf den Öffnungstermin am 8. Februar mit Vorsicht. Sie sagt: „Das Virus kennt keinen Kalender“, wann geöffnet wird, „bestimmt alleine das Virus“.

Die Parteivorsitzende der Sozialdemokraten hält es für sinnvoller, einen konkreten Wert vorzugeben, ab wann geöffnet wird. Laut ihr wäre es besser zu sagen: „Das ist unser Ziel - und wenn das Ziel erreicht ist, dann wird geöffnet.“ Dann wäre auch die Motivation größer, dass „jeder seinen Beitrag leistet“.

Anschober: „Wir muten den Menschen gerade sehr viel zu“
Ein großer Unsicherheitsfaktor sei laut Rendi-Wagner und Anschober die britische Mutation, die die Verlängerung des Lockdowns notwendig machen würde. Der Gesundheitsminister habe Verständnis dafür, dass die Österreicher bereits Corona-müde seien: „Wir muten den Menschen gerade sehr viel zu.“ Dennoch appelliert er einmal mehr an den Zusammenhalt, denn „dann werden wir die letzten paar Wochen zusammen gut schaffen“.

Rendi-Wagner: Vordrängen bei Impfung „einfach eine bodenlose Frechheit“
Das Vordrängen so mancher Politiker bei der Corona-Impfung sei eine „bodenlose Frechheit. Das geht einfach nicht, das ist kein Selbstbedienungsladen“, wird sie deutlich. Politiker müssten in dieser Pandemie ihrer Aufgabe, „für die Menschen zu arbeiten“, nachkommen und dürfen sich nicht eigene Vorteile schaffen. Der Gesundheitsminister kündigte an, dass es nun „verstärkte Kontrollen“ geben werde.

Bilanz von Türkis-Grün für Anschober gut, Rendi-Wagner sieht Fehler
Anschober stellt Türkis-Grün nach einem Jahr Regierungszeit ein positives Zeugnis aus: „Wir sind ein gutes Team.“ Die SPÖ-Chefin kritisiert, dass Anschober zwar die Situation moderiere und kommentiere, aber keine Verantwortung trage. Anschober kontert, dass es in dieser Pandemie „kein Gesundheitsminister der Welt fehlerlos gewesen“ sei, aber die Zusammenarbeit grundsätzlich gut laufe.

Anschober: „Bei der Bundespräsidentenwahl 2022 wähle ich Van der Bellen“
Gerüchte, dass Anschober bei der Bundespräsidentenwahl 2022 antreten würde, dementiert er. Die Wahl sei zwar ein großes Thema für ihn, aber nur, weil er sicher zur Wahlurne gehen würde. Dort werde er Alexander Van der Bellen wählen.

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