Elfriede H. war am Vormittag des 12. Februar 2004 in ihrem Juweliergeschäft am Bischofplatz von einem skrupellosen Räuber niedergeschlagen und gefesselt worden. Danach plünderte der Unbekannte ihren Tresor. Die Frau wurde bei dem Überfall schwer verletzt - ihr psychisches Leiden hat sie bis heute nicht überwunden.
Bereits tags darauf wurde ein Rumäne, der mit einem Bekannten unterwegs war, bei der Einreise in sein Heimatland, vom Zoll kontrolliert. Im Auto befand sich ein Rucksack mit vier Kilogramm Schmuck und 16 Uhren. Darunter befand sich auch ein Großteil der Beute vom Überfall in Graz. Doch der Verdächtige blieb auf freiem Fuß, er musste nur eine Geldstrafe zahlen. "Dieser Schmuck wurde zwar sichergestellt, doch jetzt ist er weg. Wir wissen nicht, was mit ihm passiert ist", berichtete Wolfgang Ofner vom Landeskriminalamt.
Opfer und Zeuge erkannten Verdächtigen wieder
Zum Glück ist der mutmaßliche Räuber nicht verschwunden: "Er wurde bald darauf in Rumänien wegen Einbruchs verhaftet, danach ist er dort bis 2007 im Gefängnis gesessen." Dann reiste der heute 36-Jährige mit geändertem Namen nach Belgien, wo er ebenfalls Einbrüche verübte, gefasst wurde und hinter Gitter musste. Nun wurde er nach Österreich ausgeliefert und wartet in der Grazer Justizanstalt auf seinen Prozess: "Obwohl ihn das Opfer und zwei Zeugen wiedererkannt haben, legte er kein Geständnis ab."
von Peter Riedler, "Steirerkrone"
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