13.01.2021 14:54 |

Trotz Rückgangs

Salzburg ist Nummer zwei im Stau-Ranking

Die Corona-Pandemie hat im Jahr 2020 weltweit für weniger Staus gesorgt. Wie aus einer Datenanalyse des niederländischen Navigationsgeräteherstellers TomTom hervorgeht, ging der Zeitverlust im Verkehr in 387 von 416 untersuchten Städten zurück. In 16 Fällen stagnierte er, eine Zunahme gab es lediglich in 13 Städten. Auch in Wien, Linz, Graz, Salzburg und Innsbruck stauten die Autofahrer weniger als in den Jahren zuvor - auch wenn es dabei durchaus Unterschiede gab.

In Österreich hieß die Stauhauptstadt im Vorjahr erneut Wien. Generell benötigten Autolenker, die in der Bundeshauptstadt im Jahr 2020 zu einem beliebigen Zeitpunkt im Stau standen, im Mittel 26 Prozent mehr Zeit für eine Fahrt als bei frei fließendem Verkehr. Das ist zwar ein Rückgang um zwei Prozentpunkte gegenüber 2019, vor allem in der Rush Hour am Morgen und am Abend war der Zeitverlust nach wie vor hoch.

Meiste Verzögerungen am Tag vor Lockdown
Auf Platz zwei im heimischen Stau-Ranking landeten 2020 gleichauf Graz und Salzburg (jeweils 23 Prozent mehr Fahrzeit gegenüber frei fließendem Verkehr), wobei der Rückgang in Salzburg gegenüber dem Vorjahr mit vier Prozentpunkten etwas stärker ausfiel als in Graz (minus drei Prozentpunkte). Zwei an sich halbstündige Fahrten zu den Stoßzeiten am Morgen und am Abend kosteten an der Salzach 20 Minuten mehr. Zeitverlust über das Jahr: 75 Stunden. In beiden Städten war übrigens der 16. November - der Tag vor Beginn des zweiten Lockdowns - der Tag mit den stärksten Verzögerungen im Verkehr.

Stau-Niveau im Juni auf Vorjahresniveau
Wie das Unternehmen analysierte, sind die Entwicklungen des Stau-Niveaus in den Monaten nach dem ersten Lockdown von Stadt zu Stadt höchst unterschiedlich ausgefallen: Innsbruck als Studenten- und Touristenstadt sei zwar zu den bekannten Schemata aus dem Vorjahr zurückkehrt, allerdings auf einem deutlich niedrigeren Niveau. In Wien und Salzburg dagegen waren bereits im Juni kaum mehr Unterschiede im Verlauf des Stau-Niveaus an Werktagen festzustellen. Dabei wurden Werte nahezu auf dem Niveau des Vorjahres erreicht - und stellenweise sogar übertroffen.

Global liegt Mozartstadt in den Top-150
Im internationalen Vergleich am meisten Geduld brauchten Autofahrer laut TomTom im Jahr 2020 im Großraum Moskau, in Mumbai, Bogota und Manila. In Europa waren es nach Moskau die Städte Istanbul und Kiew. Wien kommt im weltweiten Ranking auf Platz 99, Graz auf 144, Salzburg auf 148, Linz auf 269 und Innsbruck auf 278. Die stärksten Zunahmen gab es im Vorjahr übrigens im chinesischen Changchun und in Taoyuan in Taiwan.

260.000 Euro für Bus- und Radprojekte
Um die Situation zu entschärfen, setzt Salzburg weiter auf Mobilitäts-Mix und verstärkt Maßnahmen für Bushaltestellen und Bike-and-Ride-Plätze. Am Mittwoch präsentierte das Land seine Bilanz zum Jahr 2020: Die Förderung zur Verbesserung von Stationen und zur Errichtung von Radabstellanlagen wird um zwei Jahre bis Ende 2022 verlängert. Zudem wurden zuletzt zwölf Projekte in Gemeinden mit knapp einer Viertelmillion Euro gefördert.

45 Haltestellen wurden mitfinanziert, die größten darunter in Leogang, Hallein und Maishofen. In Leogang wurden 19 Stationen mit Wartehäuschen errichtet. Die Förderung des Landes beläuft sich auf knapp 100.000 Euro. In Hallein wurde die topmoderne Station beim Sportzentrum Rif mit 55.000 Euro gefördert. Und in Maishofen wurden mit einer Unterstützung von 53.000 Euro zwölf neue Wartehäuschen mit Beleuchtung und Fahrradständer errichtet.

 Salzburg-Krone
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