Brandgefährliche Schützen! Fußball-Bundesligist Hartberg liebt aktuell die ruhenden Bälle. Die letzten vier Tore der Schopp-Elf passierten stets nach Standards. Genau dort scheint der heutige Gegner Rapid verwundbar zu sein. Kann Hartberg heute (14.30) wieder zuschlagen?
Hartberg hat mit den brandgefährlichen Standard-Situationen eine neue Super-Waffe im Talon. Der Beweis? Die letzten vier Meisterschaftstore (beim 1:1 gegen den LASK und zuletzt beim 3:2 gegen die Admira) fielen stets nach Standardsituationen der Oststeirer.
Und das kommt nicht von ungefähr, wie Co-Trainer Jürgen Säumel weiß. Der Ex-Sturm-Kapitän ist bei der Schopp-Elf für das Training der „ruhenden Bälle“ zuständig: „Natürlich immer in Absprache mit dem gesamten Trainerteam. Aber es ist jedes Spiel festgelegt, wer die Eckbälle tritt, wer zum Elferpunkt geht oder wer letztlich die Freistöße reinzirkelt“, weiß Säumel, der ein paar echte „Standard-Könige“ unter seinen Fittichen hat.
Insbesondere Dario Tadic, der vom Elferpunkt oder bei Freistößen genial ist. Dazu kommt Regisseur Rajko Rep, der ohnehin stets für die Kreativmomente sorgt.
Am Ende der Sommertransferzeit kam dann mit „Zaubermaus“ Sascha Horvath auch noch ein weiterer „Standard-Experte“ dazu. Säumel weiß: „Sascha hat einen starken rechten Fuß, schlägt die Bälle scharf und präzise zur Mitte. Das ist eine Waffe! Ebenso wie die Freistöße von Tobi Kainz - die dürfen wir in der Aufzählung ja nicht vergessen. Dazu kommt die Kopfballstärke von Rotter, Luckeneder oder Gollner. Der Mix passt!“, so Säumel, der in letzter Zeit einige Extra-Nachtstunden einlegte, um neue (internationale) Standardvarianten zu studieren.
Schwachpunkt nützen
Aber womöglich ist genau das heute das richtige Mittel gegen Rapid, das bei Standards extrem anfällig ist: Jeder zweite Gegentreffer der Hütteldorfer passiert nach einem ruhenden Ball. Vielleicht kann Hartberg ja genau diesen Schwachpunkt nützen.Christoph Kothgasser
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