Eine Idee der NEOS

Rot-Pink hat Pläne für eine Wiener Stadtseilbahn

Wien
18.11.2020 14:52

Eine urbane Stadtseilbahn für Wien hat es als „Ergänzung zum öffentlichen Verkehr“ in das rot-pinke Regierungsprogramm der „Fortschrittskoalition“ in der Bundeshauptstadt geschafft. Die Idee der NEOS ist dabei keinesfalls neu, in der bolivianischen Stadt La Paz baute etwa das Vorarlberger Unternehmen Doppelmayr eine 30 Kilometer lange Seilbahn, und auch in London fahren Gondeln über das Finanzviertel Canary Wharf. Auf Seite 172 des Programms heißt es zunächst jedoch lediglich, dass eine Stadtseilbahn zwischen Hütteldorf und Ottakring errichtet werden „könnte“.

Die Strecke wäre etwa 4,6 Kilometer lang und würde beim Bahnhof Ottakring starten und zum Wilhelminenspital führen. Auf dem Otto-Wagner-Areal in Penzing würde es zwei weitere Haltestellen geben, bevor die Seilbahn via Linzer Straße die Endstation Hütteldorf ansteuert. Die Fahrzeit soll etwa 17 Minuten betragen. Das Ziel wäre es, die künftige Central European University (CEU) - die von Budapest nach Wien übersiedelt ist - an U- und S-Bahn anzubinden.

Die Londoner Seilbahn über der Canary Wharf im Mondschein. (Bild: AFP)
Die Londoner Seilbahn über der Canary Wharf im Mondschein.

CEU-Campus erst 2025 fertig
Die CEU des ungarisch-stämmigen Milliardärs George Soros befindet sich derzeit freilich noch in einem Ausweichquartier in Wien-Favoriten. Der Start des neuen CEU-Campus auf dem Otto-Wagner-Areal wurde zuletzt auf das Jahr 2025 verschoben. Bis dahin wäre also noch genug Zeit, um die innovative Anbindung für die bis zu 2500 Studenten in Angriff zu nehmen. Die Stadtseilbahn wäre nicht nur ein Verkehrsmittel, sondern auch eine zusätzliche Touristenattraktion für Wien.

Die „Emirates Air Line“-Seilbahn in London überspannt das Finanzviertel der britischen Metropole. (Bild: AFP )
Die „Emirates Air Line“-Seilbahn in London überspannt das Finanzviertel der britischen Metropole.

Machbarkeit soll bis 2022 geprüft werden
Die Kosten für das Projekt könnten sich zwischen 55 und 70 Millionen Euro einpendeln. Der Vorschlag für die Seilbahn war bereits im Wahlprogramm der NEOS zu finden. Die beiden Regierungspartner haben sich zunächst einmal darauf verständigt, „die Machbarkeit dieser Seilbahn und möglicher weiterer Seilbahnen“ bis 2022 zu prüfen.

Allerdings sind nicht nur die Pläne der NEOS nicht neu - die Pinken hatten bereits 2017 eine ähnliche Idee präsentiert -, die Stadt Wien hatte sogar schon einmal etwas Ähnliches. Für die Internationale Gartenschau im Jahr 1964 war ein Sessellift errichtet worden. Vor acht Jahren hatte die Wiener Wirtschaftskammer den Vorschlag für eine Seilbahn auf den Kahlenberg gebracht, inklusive Machbarkeitsstudie. Gebaut wurde sie aber nie.

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