18.11.2020 07:00 |

Eine Mutter berichtet

So läuft der Lockdown mit vier kleinen Kindern

Mit vier Kindern unter acht Jahren im Lockdown - eine steirische Mama erzählt uns, wie sie die bunte Truppe bespaßt und selbst Ruhe findet. Denn sie gibt offen zu: „Oft sind die Nerven sehr strapaziert...“

Über die Steirerin Nina Mocnik haben wir schon einmal berichtet - sie gehörte zu jenen Müttern, die im ärgsten Lockdown im März ihr Baby zur Welt gebracht haben. Und die das - wegen des Begleitverbotes - ganz allein ohne ihren Mann durchstehen musste. „Das war einschneidend, damit habe ich heute noch psychisch zu kämpfen“, sagt sie.

Ein Tagesablauf wie sonst auch
Im Moment sind aber andere Dinge vorrangig: Wie bringt man vier entzückende Mädels gut durch den Lockdown? Ohne Schule, ohne Kindergärten, ohne Großeltern? „Dass sie Oma und Opa nicht sehen dürfen, obwohl sie gleich nebenan wohnen, und auch Freundinnen nicht, ist das größte Problem“, sagt Nina Mocnik. Sie löst das so, indem sie alles wahrheitsgemäß erklärt. Und den Tagesablauf sehr strukturiert. „Wir stehen alle in der Früh zum selben Zeitpunkt auf wie sonst, machen uns fertig, frühstücken gemeinsam. Dann beginnt das Home-Schooling, während ich die Kleinen beschäftige, Puzzles, basteln, Kekse backen.“

Schmunzeln muss sie über die Fassmann-Idee, dass jedes Kind einen getrennten Spiel- und Arbeitsbereich braucht. „Das ist vielleicht in einer Riesenvilla möglich; nicht in einem Einfamilienhaus.“ Sie selbst, die engagierte Leiterin des Tierheimes Franziskus in Rosental ist, erledigt Buchhaltung und Co. auch mit an einem Tisch.

Kinder werden nicht vor Fernseher abgesetzt
Frische Luft ist ganz wichtig! „Wir gehen täglich zweimal mit unseren Hunden ,Einstein’ und ,Jersey’; eine Herausforderung mit vier Kindern.“ Der Verlockung, die Mädels vor dem Fernseher abzuladen, verfällt sie nicht, „wobei es mit vier Kindern vermutlich leichter ist als mit einem, sie beschäftigen sich schon viel miteinander“. Trotzdem ist die Mama der herzigen Kinder froh, wenn ihr Mann von der Arbeit kommt. „Er ist ein hinreißender Papa, der sich um alles kümmert.“

Und wenn sie selbst Ruhe braucht? „Ziehe ich mich zu den Kaninchen ins Freigehege zurück, genieße zehn Minuten nur für mich allein. Oft sind die Nerven sehr strapaziert.“

Christa Bluemel
Christa Bluemel
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