17.11.2020 09:36 |

Zuerst verurteilt

Spielerin nach „Bolsonaro raus“-Ruf freigesprochen

Der Oberste Sportgerichtshof STJD für Volleyball in Brasilien hat die wegen eines „Bolsonaro raus!“-Rufs verurteilte brasilianische Beach-Volleyballerin Carol Solberg in zweiter und letzter Instanz freigesprochen. Mit fünf zu vier Stimmen revidierte das Plenum seine Entscheidung aus dem Oktober, wie brasilianische Medien berichteten. Damals war Solberg zu einer Strafe von 1.000 Reais (ca. (155 Euro) verurteilt worden; die Geldstrafe wurde in eine Verwarnung umgewandelt.

Solberg war angeklagt worden, weil sie während eines im Fernsehen übertragenen Interviews nach der ersten Etappe des brasilianischen Beachvolleyball-Circuits in Saquarema im September „Bolsonaro, raus!“ gerufen hatte - ein typischer Ruf für die Gegner des brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro.

Die 33-Jährige legte Berufung ein, weil sie der Ansicht war, kein Gesetz „verletzt oder missachtet“ zu haben. Zudem wollte sie die Meinungsfreiheit der Sportler verteidigen.

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