Kritik aus St. Pölten

Unverständnis für „Alarmstufe Rot“ im Land

Gelinde gesagt überrascht ist der St. Pöltner Bürgermeister Matthias Stadler, dass „seine“ Stadt auf der Corona-Ampel nun rot leuchtet. Er spricht von Panikmache: „Ich verstehe diese Einstufung aufgrund unserer aktuell sinkenden Indikatoren nicht.“ Das Land will die Maßnahmen jedenfalls ab Dienstag verschärfen.

Dass mit Bruck an der Leitha, Mödling und Tulln drei Bezirke betroffen sind, die an die Bundeshauptstadt grenzen, ist nachvollziehbar. Wieso Wien weiterhin noch als Orange gilt, allerdings für viele nicht – siehe Seiten 12/13. Auffallend ist die grüne Insel Waidhofen an der Ybbs im ebenfalls jetzt roten Bezirk Amstetten. Ansonsten wird das Risiko in so gut wie allen Teilen des Landes als hoch eingestuft.

Land will Maßnahmen nochmals nachschärfen
Bereits vor Bekanntwerden der neuen Einstufungen am Donnerstagabend wartete man in den Städten und Gemeinden auf die neuen Verordnungen des Bundes. „Drei Stunden bevor diese in Kraft treten sollten, wurde noch immer nichts ausgeschickt“, ärgerte sich Stadtchef Stadler. Wie berichtet, gelten diese ja nun erst ab Sonntag. Auch das Land Niederösterreich schärft seine Maßnahmen ab Dienstag nach. Gründe dafür gibt es jedenfalls zur Genüge. Mit 501 neuen Fällen in Niederösterreich schrieb man am Freitag wieder einen Höchststand bei den Neuinfektionen. „60 Prozent der Übertragungen passieren aktuell in Familien und Haushalten. Davon zeigen auch 64 Prozent Symptome“, erklärt Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig. Viele kleine Cluster werden aber derzeit auch aus Betrieben gemeldet. Die Nachverfolgung verlaufe aber noch in geregelten Bahnen, heißt es.

In den Schulen bleibt Ampel vorerst gelb
Während aus Schulen immer mehr positive Fälle gemeldet werden (siehe links unten), hält man beim Land am derzeitigen Kurs fest. In den Bildungsstätten bleibt die Ampel – auch in den nun roten Bezirken – nach den Herbstferien auf Gelb. „Der Grund dafür liegt darin, dass der Anteil der positiv getesteten Schüler verhältnismäßig gering ist“, so Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister und Bildungsdirektor Johann Heuras.

Thomas H. Lauber, Josef Poyer, Kronen Zeitung

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