Trotz roter Ampel

NÖ: Sperrstunde in Gastro wird nicht vorverlegt

Am Donnerstag wurde die Corona-Ampel in Niederösterreich in St. Pölten Stadt, Amstetten, Bruck an der Leitha, Mödling und Tulln auf Rot geschaltet. Niederösterreich verlegt aber auch in diesen Regionen die Sperrstunde in der Gastronomie nicht auf 22 Uhr vor. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) argumentierte dies mit einer Verringerung der Infektionen im Gastrobereich.

„Die Menschen halten sich mit nur wenigen Ausnahmen an die Maßnahmen in der Gastronomie - und das zeigt Wirkung“, hielt die Landeschefin in einer Aussendung am Donnerstagabend fest. Auch um eine weitere Verschiebung des Infektionsgeschehens in den Privatbereich zu verhindern, könne daher von der früheren Schließung von Lokalen bis auf Weiteres abgesehen werden.

Wirte und Gäste sorgen „selber dafür, dass die Sperrstunde derzeit nicht vorverlegt werden muss“, betonte Mikl-Leitner. Dies sei das beste Beispiel dafür, dass jeder einen Beitrag dazu leisten könne, um die Einschränkungen so gering wie möglich zu halten.

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Die Menschen halten sich mit nur wenigen Ausnahmen an die Maßnahmen in der Gastronomie - und das zeigt Wirkung.

Johanna Mikl-Leitner

Besuche in Spitälern eingeschränkt
Im Bereich der Landeskliniken und Pflegeheime im Bundesland bringt die Rot-Schaltung allerdings Veränderungen mit sich. So werden Besuche in den Spitälern auf Geburten, Kinderabteilungen sowie auf Zusammenkünfte mit palliativ betreuten Menschen eingeschränkt. In den Pflege- und Betreuungszentren werden täglich nur noch zwei Besuche von höchstens je zwei Personen erlaubt. In besonders berücksichtigungswürdigen Fällen, etwa bei palliativ betreuten Bewohnern, könnten zusätzliche Einzelgenehmigungen erteilt werden, wurde betont.

Kindergärten bleiben auch in roten Regionen grundsätzlich für alle offen, eine Bestätigung durch Dienstgeber der Eltern sei nicht notwendig. Es ergehe allerdings die Empfehlung an jene Personen, denen es möglich ist, ihre Kinder zu Hause zu betreuen.

„Tragen nicht nur für uns selbst Verantwortung“
Landeshauptmannstellvertreter Stephan Pernkopf (ÖVP) bezeichnete die aktuelle Lage im Zusammenhang mit Covid-19 als ernst. „Das Gesundheitssystem in Niederösterreich hat der Corona-Krise standgehalten und wird es auch weiterhin tun“, betonte er. „Wir tragen in dieser Situation nicht nur für uns selbst Verantwortung, sondern auch für andere“, ergänzte Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ). Nun gelte es unter anderem durch das konsequente Mittragen der Schutzmaßnahmen, die Gesundheit der besonders schützenswerten Personengruppen sicherzustellen.

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