Betrüger wollten Geld

Pensionist versteckte sich vor falschen Polizisten

Niederösterreich
23.10.2020 11:15
Porträt von Niederösterreich-Krone
Von Niederösterreich-Krone
Gemeine Trickbetrüger treiben in Baden ihr Unwesen. Sie rufen ältere Menschen an, geben sich als Polizisten aus und warnen vor angeblichen Einbrechern in der Kurstadt. Später kommt ein „Kollege“, will Wertsachen „sichern“. Ein 87-Jähriger wäre dem Täter fast auf den Leim gegangen – er versteckte sich im letzten Moment.

Mit der Geschichte über Einbrecher, die in Baden gewissermaßen am laufenden Band zuschlagen sollen, jagte der angebliche Kriminalbeamte dem Pensionisten am Telefon einen gewaltigen Schrecken ein. Er überzeugte den 87-Jährigen sogar, etliche tausend Euro vom Konto abzuheben, um das Geld einem „Polizisten“ zur Verwahrung zu übergeben. Als der falsche Ermittler am Abend dann an der Tür Sturm läutete, wurde das Opfer zum Glück skeptisch. „Der Pensionist verschanzte sich im Haus, öffnete dem Betrüger nicht“, berichtet ein echter Beamter der Stadtpolizei. Anzeige erstattete der Rentner allerdings erst am nächsten Morgen – der Betrüger war daher längst über alle Berge.

Zitat Icon

Echte Polizisten würden nie dazu auffordern, Wertsachen zu übergeben. In solchen Fällen immer die echte Polizei rufen!

Sebastian Stockbauer, Stadtpolizei Baden

„Binnen kurzer Zeit hatten wir bereits mehr als 30 solche Fälle in Baden“, heißt es bei der Stadtpolizei. Bei den Versuchen, die der Exekutive bekannt sind, ist es aber glücklicherweise nie zu einer Übergabe von Geld oder Schmuck gekommen.

Christoph Weisgram, Kronen Zeitung

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