22.10.2020 08:31 |

Kletterhalle Mühldorf

Sportklettern hält fit und ist gesund!

20 Meter hohe Wände voll mit bunten Klettergriffen: Die Kletterhalle in Mühldorf im Mölltal hat sich zu einem beliebten Treffpunkt für Jung und Alt entwickelt. Denn kaum ein anderer Bereich im Bergsport findet so viele neue Anhänger wie Sportklettern, das neben dem Körper auch den Geist stählt.

Wer zum allerersten Mal in einer Kletterhalle Höhenluft schnuppern will, der wird begeistert sein. Denn man spürt lebhaft seinen Körper, die Beinmuskulatur, wenn die Füße nach Halt suchen, um den Leib nach oben zu schieben. Die Aufmerksamkeit wird dabei fokussiert, gilt nicht mehr dem Smartphone mit seinen tausend medialen Informationen und das rasche Erfolgserlebnis, nach oben geklettert zu sein beflügelt einfach. „Klettern kann wirklich jeder!“, ist Sportklettern-Guide Nico Preimel überzeugt. Der 24-Jährige ist in der Kletterhalle Mühldorf dafür zuständig, dass alles passt, jeder Griff fest verschraubt und die Kletterbegeisterten immer neue, abwechslungsreiche Routen vorfinden. Und als Übungsleiter führt er regelmäßig Interessierte in die Faszination Klettern ein.

Niko: „Kindern bringe ich ab sechs Jahren die richtigen Klettertechniken bei und sie lernen dabei schnell, auf sich und andere zu achten und ihre Grenzen zu akzeptieren. Aber auch rund 80-Jährige gehen bei uns in der Halle noch an ihr eigenes Limit.“ Platz dafür gibt es in der Kletterhalle Mühldorf, die im Vorjahr ihr zehnjähriges Jubiläum feierte, genug. „Die Kletterfläche beträgt 1250 Quadratmeter, zusätzlich haben wir einen Boulderraum und eine Kinderkletterhalle“, so Niko. Die Halle, die seit Jahresbeginn von der Gemeinde Mühldorf betrieben wird, zieht Kletterer aus ganz Oberkärnten und Osttirol an. Geschäftsführerin ist Vizebürgermeisterin Karoline Taure und sie hat zahlreichen Ideen, die sie auch umsetzt, wie Tickets für Urlauber und Angebote für Schulen. Denn Therapeuten haben festgestellt, dass Kinder mit Lese- und Rechtsscheibschwächen besser in der Schule werden, wenn sie zu klettern beginnen.

Niko selbst hat schon als Kind erste Klettererfahrungen machen dürfen, ist doch sein Vater der bekannte Bergführer und Ausbildungsleiter der Bergrettung, Rudi Primel. „Doch so richtig mit dem Klettern begonnen habe ich, als die Kletterhalle bei uns eröffnet wurde“, erzählt Niko der „Bergkrone“. Natürlich ist auch das Coronavirus in der Kletterhalle ein Thema. Niko: „Der Abstand wird eingehalten und näher als die empfohlenen eineinhalb Meter kommt man nicht einmal beim Partnercheck.“ Die Kletterhalle Mühldorf ist ein tolles Freizeit- und vor allem auch Schlechtwetterangebot, wo man sich körperlich und geistig fit halten kann. Die Tageskarte kostet übrigens 16 Euro. Für Alpenvereins-Mitglieder 12,50 Euro und Kinder bis 14 Jahre 9,50 Euro.

Hannes Wallner
Hannes Wallner
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