Null Bock auf Späße

Klitschko will das vorlaute Mundwerk von Briggs stopfen

Sport
15.10.2010 13:55
Vitali Klitschko ist geladen. Seine Eisenfäuste sind so explosiv wie eh und je. Der Box-Weltmeister aus der Ukraine will seinem US-Herausforderer Shannon Briggs dessen loses Mundwerk am Samstagabend in der Hamburger O2-Arena gehörig stopfen. "Ich fühle mich wie 25, und ich denke, dass ich auch leistungsmäßig auf diesem Niveau bin. Ich habe oft genug beteuert, dass ich noch genügend trockenes und unverbrauchtes Pulver habe", sagte der 39-jährige Champion vor dem Duell.

Klitschko hat 38 seiner 40 Siege durch K.o. errungen, der Herausforderer bringt es mit 45 vorzeitigen Erfolgen aus 51 gewonnenen Duellen ebenfalls auf eine respekteinflößende Quote. 30 Gegner wurden von Briggs sogar in Runde eins niedergestreckt - Weltrekord. Das hat auch Klitschko registriert und sich auf den Amerikaner, der erst mit 17 Jahren mit dem Boxen begonnen hat, entsprechend konzentriert vorbereitet. "Er ist mein gefährlichster Gegner nach Lennox Lewis", sagt der promovierte Sportwissenschaftler und rühmt an seinem nächsten Widerpart vor allem dessen Erfahrung: "Er ist groß und ein ausgeschlafener Fuchs."

Keine Lust auf Entertainment
Von Briggs' Entertainer-Qualitäten hält der ältere der beiden Klitschko-Brüder indes weniger. Nur selten musste er solche blumigen verbalen Ballyhoo-Attacken ertragen wie von dem 38-jährigen US-Amerikaner, der sich nach dem Tod seiner Mutter früh allein "durchboxen" musste. "Vitali hat die Wahl, ob er aufgeben oder eins auf die Rübe bekommen und ausgeknockt werden will. Er ist ein Feigling und ein Kneifer", tönte Briggs und beschrieb Klitschkos Kampfstil "mit den baumelnden Armen und den krakenhaften Schwingern als den Kung Fu-Oktopus-Stil".

Diesen Oktopus werde er in seinem Netz fangen, kündigte der US-Amerikaner, der an Asthma leidet, großspurig an. Und amüsierte den großen Klitschko, der nun eben auch nicht auf den Mund gefallen ist. "Es gab schon viele Bezeichnungen für meinen Stil, aber der Oktopus-Stil ist neu", befand der Schützling von Trainer Fritz Sdunek. Der 62-jährige Meistermacher, der Witali durch dessen ganze nunmehr 14 Jahre währende Profi-Karriere begleitet, rechnet mit einem vorzeitigen Ende zugunsten seines Schützlings: "Ab der fünften, sechsten Runde wird Vitali dank seiner Kondition Vorteile haben und den Kampf dann entscheiden."

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