17.10.2020 18:20 |

Angriff war Notwehr

Bei Überfall drei Männer erstochen - straffrei

Ungewöhnlicher Fall in Großbritannien: Ein junger Mann, der von einer Gang umzingelt worden war und drei der Angreifer erstochen hatte, muss mit keiner Strafe rechnen, berichtete unter anderem die britische „The Times“. Der Grund: Der Angriff geht als Notwehr durch.

Der junge Inder sei nach einem Besuch im Gebetshaus in London Anfang des Jahres auf dem Heimweg gewesen, als er von einer Gruppe Männer in die Enge getrieben und mit Messern sowie einem Hammer bedroht worden war. Daraufhin habe der 30-Jährige eine Waffe gezogen und drei der vier Angreifer niedergestochen, berichteten britische Medien.

Wie Scotland Yard nun bestätigte, wurde der Mann weder wegen Mordes noch wegen Totschlages angeklagt. Dafür wurde der vierte Angreifer, der die Attacke des Inders überlebt hatte, wegen Verschwörung verurteilt. Ein weiterer Mann, von dem die Polizei annimmt, er sei ebenfalls in den Überfall verwickelt, wurde zudem verhaftet. 

Wie sich bei der Vernehmung nach dem Angriff herausstellte, soll es um eine „ausstehende Schuld“ des Opfers gegangen sein. Der junge Mann hatte während der Attacke Abwehrverletzungen erlitten - unter anderem eine Kopfverletzung vom Angriff mit dem Hammer sowie mehrere Schnittverletzungen am Kopf und im Gesicht sowie an den Händen.

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