16.10.2020 16:45 |

Aktuelle Lage

Orange Ampel in Steiermark: „Kein Grund zur Panik“

Für zwei Bezirke in der Steiermark zeigt die Corona-Ampel derzeit die zweithöchste Warnstufe an. Die Südoststeiermark ist hingegen noch immer grün.  Die Zahl der Patienten in Krankenhäusern steigt an, das Land will Maßnahmen des Bundes abwarten.

Keinen Grund zur Panik sehen aufgrund der neuen Corona-Ampel – Bruck-Mürzzuschlag ist nun ebenso wie Voitsberg auf Orange – Bezirkshauptmann Bernhard Preiner und Wolfgang Kölsch, Leiter des Corona-Teams. Es gebe im obersteirischen Bezirk derzeit 80 positiv Getestete, sieben davon in der Stadt Bruck, weit mehr als 20 im Pflegeheim Kindberg. In den vergangenen 24 Stunden kamen fünf Neuinfektionen dazu. In den Spitälern werden fünf Personen medizinisch betreut, keine davon auf einer Intensivstation.

Preiner sieht große Probleme im privaten Bereich. Abstände werden oft nicht eingehalten. „Das lässt sich nur über die Bewusstseinsbildung lösen. Ein Bussi ist nicht die geschickteste Art, sich zu begrüßen.“

Viel ruhiger ist die Situation in der Südoststeiermark, die bis dato immer grün war. „Wir haben aktuell 22 Infizierte, die über den Bezirk verstreut sind, und 88 Absonderungen. Die Bevölkerung ist sehr diszipliniert“, lobt der Bezirkshauptmann Alexander Majcan.

Insgesamt gibt es in der Steiermark (Stand Freitagnachmittag) 864 Infizierte. „Die Zahl der Covid-Patienten in den Spitälern hat sich in der vergangenen Woche fast verdoppelt, von 46 auf 79“, heißt es von der Spitalsgesellschaft KAGes. Die Zahlen steigen – jedoch nicht exponentiell. 15 Infizierte liegen auf der Intensivstation, das sind neun mehr als noch vor einer Woche. 100 Intensiv- und 500 normale Betten könne man für Covid-Patienten reservieren. „Beim Höchststand im Frühjahr waren 176 Patienten wegen Corona hospitalisiert“, sagt ein Sprecher.

Land debattiert über neue Maßnahmen
Wie das Land Steiermark auf die steigenden Zahlen reagieren wird, ließ Hermann Schützenhöfer am Freitag noch offen. „Wenn der Bund keine Maßnahmen setzt, werden wir es tun“, sagte der Landeshauptmann nach einem Treffen mit den ÖVP-Landesrätinnen Juliane Bogner-Strauß und Barbara Eibinger-Miedl, dem Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl und Corona-Experten in der Grazer Burg. Das betreffe vor allem Maskenpflicht und Veranstaltungen, Chaos und Verwirrung wolle man verhindern.

Klare Worte fand Schützenhöfer für Test-Verweigerer: „Das ist unsolidarisch und in höchstem Maße menschenverachtend.“

Hannah Michaeler und Heinz Weeber, Kronen Zeitung

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