"Ich freue mich riesig. Ich habe seit den US Open kein WTA-Turnier mehr gespielt und war schon richtig heiß aufs Spielen", sagte Bammer nach ihrem Erstrunden-Sieg. "Heiß gemacht" hatte sie sich beim Einmarsch, als sie zu den Tönen von "Eye of the tiger" in die TipsArena eingelaufen war, den Song hatte sie sich gewünscht. Sie zeigte in der Folge im "Ring" auch eine solide, läuferisch starke Leistung. Keine Selbstverständlichkeit gerade in Österreich, wo ihr auch schon des Öfteren die Nerven einen Streich gespielt hatten.
"Eine große Motivation für mich"
"Es ist eine große Motivation für mich. Ich bin manchmal schon sehr aufgeregt, aber ich bemühe mich, dass ich ruhigbleibe", gestand die Oberösterreicherin. Die Vorentscheidung ist wohl im zehnten Game des ersten Satzes gefallen, als die frühere Nummer 5 der Welt bei 5:4 zwei Breakbälle gegen Bammer, die Satz eins bedeutet hätten, nicht nützen konnte. Bammer stellte doch noch auf 5:5 und holte sich ihrerseits das Break zum 6:5. Nach 59 Minuten hieß es 7:5 für Bammer. Tschakwetadse, die nervlich mit dieser Entwicklung offenbar überfordert war, bot im zweiten Satz nicht mehr so viel Gegenwehr, während Bammer souverän weiter spielte.
"Bei der Anna weiß man nie, was passiert, weil sie mental ein bisserl unstabil ist. Sie ist immer so. Es kann auch passieren, dass sie bei 0:4 im zweiten Satz auf die Sekunde auf einmal Top-Tennis spielt, das habe ich auch schon erlebt", war sich Bammer über die Unberechenbarkeit der Russin bewusst. Vor dem Match war sie schon richtig "neugierig" gewesen, nachdem sie vor allem beim Aufschlag auch einiges umgestellt hatte. "Es war solide, mit dem Aufschlag und Rückhand war ich zufrieden, bei der Vorhand ist schon noch einiges zu verbessern."
Bammer bereits mit 13 als Ballmädchen in Linz
Gegen Daniilidou, die überraschend die als Nummer 4 gesetzte Dominika Cibulkova (SVK) mit 6:2, 6:4 ausgeschaltet hatte, hat Bammer bisher zweimal gespielt und beide Male (zuletzt 2007) verloren. Dennoch kann sie sich als Ungesetzte über die Auslosung nicht beschweren. Immerhin kann sich Bammer im Ranking noch etwas verbessern, im Vorjahr war die Tennis-Mama in Linz gleich zum Auftakt ausgeschieden. Ihr bisher bestes Resultat hat Bammer vor fünf Jahren mit dem Viertelfinale erreicht. Ihre ersten Erinnerungen an Linz gehen aber sogar ins Jahr 1993 zurück, als sie mit 13 als Ballmädchen fungiert hatte.
Bammer wirkte mit nunmehr 30 nach der langen Pause nach New York frisch und wird es auch in Zukunft so handhaben, zwischen den Turniereinsätzen auch längere Pausen einzuschieben. Eines ihrer großen Ziele für den Rest ihrer Karriere, ist ein weiterer Einsatz im Zeichen der Fünf Ringe. "Es ist ein großes Ziel, dass ich 2012 noch einmal bei den Olympischen Spielen dabei bin." Und damit verbunden ist auch eine Verbesserung in der Weltrangliste. "Wenn ich bei den Spielen dabei sein will, muss ich sowieso ein gutes Ranking haben." Eine Top-50-Platzierung wäre da schon sehr förderlich.








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