Schlappe für Meister

Vienna Capitals schlagen Salzburg 7:1 ++ Linz 0:9

Sport
08.10.2010 21:57
Eishockey-Meister Salzburg hat am Freitag bei den Vienna Capitals die dritte Niederlage en suite und dazu noch eine herbe Schlappe bezogen. Die Truppe von Pierre Page unterlag in der Albert-Schultz-Halle mit 1:7 (1:3, 0:2, 0:2). Die Black Wings Linz schlitterten hingegen auswärts gegen Medvecsak Zagreb in ein 0:9-Debakel.

Salzburg konnte den Wienern nur in den Anfangsminuten Paroli bieten, lag dank Duncan auch mit 1:0 (6.) in Führung. Es sollte das einzige Gästetor des Abends bleiben, wenig später gelang den Caps durch Casparsson im Powerplay bereits der Ausgleich (9.). Schon danach, spätestens aber nach dem Doppelschlag durch Marcel Rodman (17.) und Fortier (19.) war Salzburg wie gelähmt.

Die Hausherren agierten trotz des Ausfalls von Antreiber Gratton (Genickblessur) stark, dominierten Salzburg beim Comeback von Dolezal nach 19 Monaten nach Belieben. Salzburg war völlig ideenlos, kassierte zudem allein im zweiten Drittel zwölf Strafminuten. So erhöhten Rebek (28.) und David Rodman (32.) auch im Powerplay auf 5:1, im Finish machten Lakos (54.) sowie Casparsson mit seinem zweiten Tor an diesem Abend (59./SH) die Schmach des Meisters perfekt. Bemerkenswert: Fünf der sieben Wiener Treffer wurden von Defensivspielern erzielt. Die Wiener, die so schlecht in die Saison gestartet waren, können nun mit breiter Brust in ihr historisches, 500. Meisterschaftsspiel am Sonntag gegen Zagreb gehen.

Zagreb - Black Wings Linz 9:0
Das Tabellenschlusslicht war in den ersten beiden Dritteln chancenlos, schon nach 40 Minuten war der Endstand und zugleich die höchste Niederlage der Oberösterreicher in der Liga überhaupt hergestellt. Mann des Spiels aufseiten der Kroaten war John Hecimovic (10./PP, 27., 32., 36./PP2) mit vier Toren.

Die weiteren Treffer steuerten Kenneth Macaulay (9.), Ryan Kinasewich (12.), Joel Prpic (16./SH), Wacey Rabbit (23.) und Frank Banham (26.) bei. Die Hausherren stellten damit einmal mehr ihre Stärke in Freitagspartien unter Beweis. In der neuen Saison sind Banham und Co. fünfmal am Freitag angetreten, ebenso viele Siege stehen nun zu Buche. Am Sonntag wurden demgegenüber alle vier Matches verloren.

Graz 99ers - Jesenice 3:5
Schon nach vier Minuten zeigten die Gäste ihre Gefährlichkeit erstmals auf, als Sabolic die Stange traf. In Führung gingen aber die Hausherren durch ein Powerplay-Tor von Ouellette in der 13. Minute, der Ausgleich durch Kuralt fiel jedoch postwendend (14.). Im Mitteldrittel stellte Sabolic mit seinem ersten Tor auf 1:2, für den Ausgleich zum 2:2 sorgte Patrick Harand nach einer kurzen Unterbrechung - der Strom war in der Eishalle Liebenau ausgefallen.

Im Schlussdrittel dann der große Auftritt von Sabolic. Das 2:3 für die Slowenen besorgte er in der 44. Minute im Überzahlspiel, und nur vier Minuten später traf er zum 2:4. Zidan scorte drei Minuten vor dem Ende - 5:2. Pare brachte die 99ers noch auf 3:5 heran, mehr war aber nicht zu holen.

Fehervar - KAC 5:6 n.V.
Zu Beginn lief alles für den österreichischen Rekordmeister. Dank Treffern von Craig (6./PP), Shantz (10.), Pirmann (19.) und Hager (23.) führten die Kärntner glatt 4:1. Zahlreiche Undiszipliniertheiten der Gäste brachten Fehervar zurück ins Spiel. Bei 5:3-Überlegenheit (Strafen für Craig und Hager) verkürzte Ladanyi auf 2:4 (26.), bei identischer Ausgangslage (Strafen für Kalt und Furey) stellte neuerlich Ladanyi auf 3:4 (35.). Und noch vor Ende des Mitteldrittels gelang Vas sogar der Ausgleich (39.).

Auch der letzte Abschnitt war nach Treffern durch Durco (57.) bzw. Kalt (47.) ausgeglichen. Die Verlängerung entschied Schuller für den KAC, der nach wie vor zwei Punkte vor dem Lokalrivalen Villach die Tabelle anführt.

Villacher SV - Laibach 6:3
Waren die "Adler" in der laufenden Saison vor allem für ihre späten Tore bekannt, eröffneten sie das Spiel gegen die Slowenen ungewohnt erfolgreich. Raffl (4., 7.) und Damon (5.) legten denkbar früh den Grundstein zum Erfolg, auch wenn Higgins (15./PP) und Ryhanen (17.) dank einer kurzfristig schwächelnden Villacher Defensive noch im ersten Drittel zumindest wieder für das 2:3 und Spannung sorgten.

Auch im zweiten Drittel wirkten die Gastgeber leicht verunsichert, ließen sich vom starken Druck der Gäste aber nicht in die Knie zwingen. Raffl brachte den VSV mit 4:2 in Führung (31.), Hebar (55.) konterte bald nach Beginn des Schlussdrittels jedoch wiederum mit dem Treffer zum 3:4. Erst Unterluggauer gelang im Powerplay der 56. Minute das 5:3 und die Vorentscheidung, Raffl krönte seine Leistung schließlich mit einem Treffer ins verwaiste Tor (60.).

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(Bild: KMM)



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