04.10.2020 11:02 |

Keine Entspannung:

Auch Verstärker-Busse für Schüler sind überfüllt

„Corona gibt es im Schulbus scheinbar nicht“, seufzt eine besorgte Mutter beim Lokalaugenschein an einer Bushaltestelle in der Gemeinde Sierning. Wo trotz der Verstärkerbusse die Schulkinder in Richtung Steyr nach wie vor sprichwörtlich in die Fahrzeuge gepresst werden. Weshalb viele Eltern nun als Taxi fungieren.

„Ich muss ständig den Arbeitsplatz verlassen um die Kinder in die Schule zu bringen – auf Dauer wird mein Chef da nicht mitspielen“, ärgert sich die Mutter eines Schulkindes beim Lokalaugenschein bei einer Bushaltestelle in Sierning-Neuzeug. Wiederholt wurden die Busse bis zum Bersten gefüllt, trotzdem fanden auch an diesem Tag wieder einige Schüler keinen Platz mehr im Bus, wurden einfach stehen gelassen.

Heftige Elternkritik
Und das, obwohl nach heftiger Elternkritik zuletzt sogar mehr Fahrzeuge eingesetzt werden. „Es ist jeden Tag wie Lotto spielen, ob mein Kind einen Platz im Bus ergattert. Und wenn doch, dann wird im Bus unfreiwillig gekuschelt – in Zeiten von Corona einfach verantwortungslos“, faucht ein wütender Vater, der aufgrund seiner Vorahnung bereits mit dem Auto parat stand, seinen Sohn danach in die Schule chauffierte.

Kooperation gefordert
Auf Nachfrage beim OÖ-Verkehrsverbund erhalten die besorgten Eltern meist die gleiche Antwort. „Es wird uns gesagt, es gäbe zu wenig Busse“, verrät ein Vater und ergänzt: „Die gesamte Reisebusbranche kämpft aktuell ums Überleben, da gehört schleunigst eine ordentliche Kooperation her.“

 OÖ-Krone
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