04.09.2020 18:56 |

Dreher und Debakel

Doppelter Ferrari-Schreck in Monza! Krise hält an

Die Ferrari-Krise geht weiter. Beim Training zum GP von Italien in Monza enttäuschten am Freitag sowohl Sebastian Vettel als auch Teamkollege Charles Leclerc. An der Spitze blieb indes Mercedes mit Weltmeister Lewis Hamilton und Valtteri Bottas.

Dreher und ein Debakel setzte es für Ferrari bei den Freitags-Trainings in Monza. Sebastian Vettel kam beim Heimspiel nach einem Dreher am Nachmittag über Platz 12 nicht hinaus. Und damit lag der 33-jährige Deutsche auf der Hochgeschwindigkeits-Strecke im Königlichen Park von Monza nur knapp hinter seinem Teamkollegen Charles Leclerc, der Platz 9 belegte.

Hier der Dreher von Vettel:

„Auto ist unheimlich schwer zu fahren"
Im Vorjahr hat der Monegasse das Rennen hier noch gewonnen. Vettel fuhr sich am Vormittag bei seinem Ausritt den Frontflügel am Ferrari ab und kam als 19. über den vorletzten Platz nicht hinaus. Im FP2 drehte sich kurz nach dem Deutschen auch Leclerc in der Lesmo-Kurve. Der Monegasse klagte danach am Funk stellvertretend: „Das Auto ist unheimlich schwer zu fahren.“

Hier der Ausrutscher von Leclerc:

Damit zeichnet sich vor dem 999. Grand Prix von Ferrari am Sonntag (15.10 Uhr) ab, dass die Misere der Scuderia auch beim doppelten Heimspiel diese Woche in Monza und danach in Mugello wohl weitergeht. Ferrari ist im Corona-Jahr sportlich massiv abgestürzt. Teamchef Mattia Binotto leistete zudem ausgerechnet unmittelbar vor dem Italien-Doppel den Offenbarungseid indem er davon sprach, dass man bezüglich Auto bereits weit in die Zukunft blicke.

Binotto hat Auto aufgegeben
„Der zentrale Plan ist, uns auf die nächsten Jahre zu konzentrieren - nicht nur 2021, sondern sicher auch 2022“, gestand Binotto gegenüber Sky Italia ein, dass man den aktuellen SF1000 offenbar praktisch aufgegeben hat. Um nächstes Jahr gut abschneiden zu können, müsse man die Schwächen von heute verstehen, so der in der Kritik stehende Binotto. Ob er 2021 überhaupt noch dabei ist, steht trotz jüngster interner Umstrukturierungen bei Ferrari in den Sternen.

Vierfach-Weltmeister Vettel ist 2021 bekanntlich dann nach insgesamt sechs Jahren fix nicht mehr bei Ferrari. Die Art der Aussortierung des Deutschen hat das Klima beim Traditions-Rennstall im Corona-Jahr zusätzlich vergiftet, was auch der langjährige Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo erst kürzlich kritisierte. Gleichzeitig ließ er kein gutes Haar an einigen Ferrari-Entscheidungsträgern nach ihm. Sie hätten weder Erfahrung in der Formel 1 noch Kompetenz für die Formel 1 gehabt, so Montezemolo.

krone Sport
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