27.08.2020 15:36 |

Ermittlungen laufen

Abgestürztes Hagelflugzeug wird nun geborgen

Am Samstagabend stürzte am Gaberl in einem heftigen Unwetter erstmals in der Geschichte ein Hagelflugzeug ab, der Schock bei den Kollegen der Hagelabwehr sitzt tief. Die Staatsanwaltschaft hat das Flugzeug freigegeben, am Donnerstag wird es geborgen. Die Ermittlungen dauern noch an.

Die Steirer gelten als Pioniere im Bereich der Hagelabwehr. In Sachen Technologie und Wissenschaft haben sie europaweit die Nase vorn, internationale Delegationen reisen immer wieder nach Graz, um sich steirisches Know-how anzueignen. „Grund dafür ist die gute Zusammenarbeit mit der Uni Graz, der TU, der ZAMG und vielen anderen. Alle brennen für das, was sie tun“, erzählt Josef Mündler in seiner Funktion als Obmann der steirischen Hagelabwehr.

Etwa 290-mal im Jahr steigen die erfahrenen Piloten durchschnittlich auf, sind insgesamt gut 330 Stunden in der Luft. Die Spezialflugzeuge haben ein ausgeklügeltes Radar-System, das den Piloten alle 58 Sekunden die Gewitter-Situation anzeigt. „Eigentlich eine sichere Sache“, sagt der Experte.

„Dass die Männer noch leben, ist ein Wunder“
Dass nun vor wenigen Tagen erstmals in der Geschichte ein Flieger abgestürzt ist, hinterlässt bei den Team-Mitgliedern große Bestürzung und viele offene Fragen. Jene nach der Unfallursache muss nun die Flugunfallkommission klären, die Kriminalpolizei ermittelt routinemäßig: „Die Staatsanwaltschaft hat das Wrack freigegeben, am Donnerstag wird es geborgen“, erzählt Mündler.

Eines ist dem Chef-Piloten ganz besonders wichtig zu erwähnen: „Es geht jetzt nicht darum, die Schuldfrage zu klären, sondern vielmehr darum, was wir alle für die Zukunft aus dem Unfall lernen können! Dass die Männer noch leben, ist ein Wunder.“

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