23.08.2020 11:30 |

Umstrukturierung

Die Universität Salzburg stellt sich neu auf

In die teils verstaubten Hallen der Universität soll neuer Wind kommen. Unter dem Titel „Strukturreform Plus 2030“ will das Rektorat die Uni auf neue Beine stellen und so mehr Studenten gewinnen. Die Österreichische Hochschülerschaft (ÖH) sieht in der Umstrukturierung eine Gefahr für mehrere Fachbereiche.

„Die Universität Salzburg ist jahrelang im Dornröschenschlaf gewesen“, bringt Vizerektor Martin Weichbold die aktuelle Lage auf den Punkt. Wegen stetig sinkender Studierendenzahlen entschied Rektor Hendrik Lehnert, die Uni neu zu strukturieren. Das sei vor allem aus finanziellen Gründen notwendig, wie Lehnert in den vergangenen Wochen immer wieder betonte. Finanzielle Unterstützung vom Bund gibt es künftig nur für jene Hochschüler, die regelmäßig Prüfungen schreiben. Für jeden fehlenden Studenten muss die Uni 10.000 Euro an den Bund zurückzahlen. Wegen Corona erlässt der Bund den Unis 30 Prozent bei den Rückzahlungen. „Wie viel wir dann tatsächlich zahlen müssen, werden wir erst im Herbst wissen“, so Weichbold.

Die ÖH übt Kritik am vorgelegten Konzept
Nachdem die Fronten zwischen Uni und ÖH in den vergangenen Wochen verhärtet gewesen sind, entspannt sich die Situation nach und nach. Die Forderungen der Studienvertreter seien aber bei weitem noch nicht alle umgesetzt worden. „Durch die Zusammenlegung von Fachbereichen sind einige Fächer gefährdet, wie etwa Philosophie, Linguistik und Altertumswissenschaften. Das Angebot an Studienrichtungen muss vielfältig bleiben“, betont Keya Baier, Vorsitzende der ÖH. Auch die geplanten Kürzungen von Studienassistenzstellen und Tutoren stößt den Studienvertretern sauer auf.

„Das Nicht-Nachbesetzen von Lehrstellen steigert nicht nur den Druck und die Arbeitslast auf die Professoren, sondern wirkt sich auch negativ auf die Studenten aus“, so Raphaela Maier, 2. stellvertretende ÖH- Vorsitzende.

Stephanie Angerer
Stephanie Angerer
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