Prognosen für RB gut

Max und Marko: „WM ist noch nicht vorbei!“

Formel 1
13.08.2020 07:49
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

So schnell kann’s gehen: Vor dem Rennen am Sonntag in Barcelona wittert Red Bull plötzlich wieder Titelchancen. Serien-Weltmeister Lewis Hamilton warnt: „Wir müssen sie genau im Auge behalten“ 

Wolkenlos, 32 Grad Hitze! Die Prognosen fürs Barcelona-Wochenende treiben vor allem Mercedes die Schweißperlen auf die Stirn. Denn auch die Silberpfeile wissen: Je heißer es wird, desto größer die Gefahr durch Red Bull. Max Verstappen will nach seinem Silverstone-Sieg weiter Druck auf Lewis Hamilton machen.„In Österreich hätten wir ein Rennen gewinnen können, in Silverstone sogar beide. Insofern: Die WM ist noch lange nicht vorbei!“

Red Bulls Motorsport-Berater Helmut Marko wusste es schon immer: So klar, wie die Sache auf dem Papier nach den vier Mercedes-Siegen zum Auftakt ausgesehen hatte, ist das aktuelle Kräfteverhältnis im Titelkampf keinesfalls. Und der Steirer lässt wissen, dass Red Bull bei seinen Boliden noch das eine oder andere Ass im Ärmel hat: „Wir sind bei Weitem noch nicht dort, wo wir sein können! Einiges sieht man noch nicht auf der Rennstrecke.“

Vor allem bei kühleren Temperaturen und mit härteren Reifen muss das österreichische Team noch deutlich zulegen. Apropos Reifen: Pirelli nimmt nach Barcelona wieder härtere (C1–C3) als nach Silverstone mit. Im Gegensatz zur Hitze also ein Pluspunkt für Mercedes. Das weiß auch Max Verstappen, der 2016 in Barcelona mit 18 Jahren und 228 Tagen zum jüngsten F1-Sieger aller Zeiten wurde: „Wir glauben an unsere Chance, wollen weiter Druck auf Mercedes ausüben. Aber die härteren Reifen machen mich skeptisch.“

Toto wird bestätigt
Hamilton hat 30 Punkte Vorsprung auf Verstappen. Klingt komfortabel, aber der Brite warnt: „Unter gewissen Bedingungen ist Red Bull nahe an uns dran, vielleicht sind sie sogar stärker als wir. Wir müssen sie genau im Auge behalten, denn ihr Paket ist richtig stark.“ Red Bulls RB16 kann also dem W11 von Mercedes durchaus das Wasser reichen. Mercedes-Teamchef Toto Wolff fühlt sich bestätigt: „Wir wussten, dass der Vorsprung nicht so groß ist, wie viele glaubten. Aber wir lieben große Herausforderungen.“

Alex Hofstetter, Kronen Zeitung

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