09.08.2020 05:55 |

Vollgas-Typ mit 68

Albert Fortell: „Nicht so nett, wie ich aussehe“

Die „Krone“ mit Schauspieler Albert Fortell und dessen Familie an der Donau. Bei Tulln schnallte er sich seinen Wasserski an, sprach über Filmrollen und dass man mit 68 Jahren noch lange nicht zum „alten Eisen“ gehört.

Eigentlich hat Schauspieler und Drehbuchautor Albert Fortell genug zu tun. So unterstützt er gerade seinen Sohn, den Magier Nikolaus Fortelni, bei der Entstehung seiner ersten abendfüllenden Show oder erarbeitet mit Filmemacher Christian Rieger Videoporträts. Und obwohl Fortell auch gerade ein paar freie Tage mit seiner Ehefrau Barbara Wussow genießt (sie kehrte gerade vom „Traumschiff“-Dreh heim), treffen wir ihn bei der Wasserskischule Tulln. Und wir lernen auch Christian Rieger kennen, denn der ist der Vize-Präsident der Wasserskischule und der Schiffsführer immer dann, wenn Fortell auf die Donau raus zischt, um mit atemberaubender Geschwindigkeit über die Wellen zu gleiten.

Fortell kann auch anders
„Meine Frau hat schon früher, als ich noch Rennen in anderen Sportarten gefahren bin, zu mir gesagt, ich solle doch meine Wettbewerbe machen, wenn ich will. Aber bitte die Rennen langsam zu fahren“, lacht er im „Krone“-Gespräch. Kurz darauf hüpft er ins Wasser, mit nur zwei, drei kurzen Kommandos, ja eigentlich nur Blicken, signalisieren sich er und sein Bootskapitän Rieger, dass es jetzt losgeht. Noch die letzten Wellen eines Passagierschiffes abgewartet, und dann starten sie. Und zwar katapultartig!

Unsicherheiten während des - gefühlt fünf Minuten langen - Ritts sind für uns Laien überhaupt nicht (aber auch ansonsten nicht, wie uns Kenner sagen) bei dem Wiener erkennbar. Während der kurzen Pause, bevor es noch mit einer weiteren Fahrt losgeht, fragen wir Fortell, was es ist, das ihn antreibt, genau diesen Sport auszuüben. Er könnte ja auch Golf spielen „Ehrlich, ich genieße es, dass während der Fahrt eine Leere entsteht. Aber genauso ist es die Fokussierung, die Konzentration, die man aufbaut, bevor es losgeht.“ Es helfe ihm bei Schauspielrollen, wo man auch „auf den Punkt“ abliefern muss. Auch wenn man so wie er, der „Schloßhotel Orth“-Star, oft in Schubladen für brave Rollen gesteckt werde, dabei kann er auch einen Mörder gut spielen: „Ja, ich bin nicht so nett, wie ich aussehe“, lacht er laut.

Vollgas-Typ mit 68
Er ist ein Vollgas-Typ, sagt er selbst. Er kenne zwar seine Limits, aber auf seinem Lieblingsgewässer, dem Kärntner Ossiacher See, gebe es einen 81-jährigen Herrn, „der fährt noch immer Wasserski und hat aber schon die Hüfte operiert“

Apropos, alles Gute zum Geburtstag nachträglich! Im Juli erst feierte Albert Fortell seinen 68er. Ohne Faserschmeichlerei, aber draußen auf der Donau merkt man vom „Alter“ nullkommagarnichts. „Ich gebe es ehrlich zu, es freut mich schon sehr, dass ich so fit bin. Und ich gebe auch ehrlich zu, dass ich auch mit 68 gerne Gas gebe. Das taugt mir“, und es soll auch andere dazu motivieren, sich von niemandem einreden zu lassen, dass man zum „alten Eisen“ gehöre. Egal, in welcher Lebenslage oder Alter. Die 68 ist also nur eine Zahl? „Definitiv!“

Adabei Norman Schenz, Kronen Zeitung

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