31.07.2020 10:49 |

Öffnung am Samstag

Eisriesenwelt: „Schließen heuer nicht positiv ab“

Vor fast drei Wochen riss ein Steinschlag bei der Eisriesenwelt-Werfen den 14-jährigen Flüchtling „Ali“ aus dem Leben. Der Betrieb in der Höhle stand seither still. Diese Woche starteten die Sicherungsarbeiten. Bereits ab Samstag gibt es die spektakulären Eisskulpturen des beliebten Pongauer Ausflugszieles wieder zu bewundern.

Am 12. Juli geschah das tragische Unglück: Der 14-jährige Ali starb durch einen Felsschlag beim Weg zur Eisriesenwelt. Der Tod des Flüchtlings aus dem Irak löste eine vorläufige Sperre der Eishöhle aus. Nun rückt die Wiedereröffnung in großen Schritten näher. Geschäftsführer Fritz Oedl will die Montage der Steinschlagnetze vor dem Eingang bis Freitag abschließen. „Die Schutznetze konnten sehr schnell geliefert werden. Wir sind erleichtert am Samstag aufsperren zu können und so noch ein wenig von der verpatzten Saison zu haben“, sagt Oedl.

Die Kosten der Absicherungsmaßnahmen belaufen sich auf rund 200.000 Euro. „Das ist ein Jahresgewinn in einem normalen wirtschaftlichen Jahr“, vergleicht der Höhlen-Betreiber. Die Sicherheit der Höhle genieße jedoch oberste Priorität. Auch wenn laut Oedl klar ist: „Wir schließen dieses Jahr heuer sicher nicht positiv ab“. Mit der Familie des verstorbenen Jugendlichen steht Oedl noch in Kontakt. „Wir haben ihnen zugesagt, die Kosten des Begräbnisses zu decken.“

Nikolaus Pichler
Nikolaus Pichler
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