20.07.2020 14:40 |

Panik, Tod des Vaters…

Shiffrin: So schlecht ging es der Ski-Dominatorin

Mikaela Shiffrin so offen wie wohl noch nie zuvor: In einem Interview spricht die Ski-Dominatorin der vergangenen Jahre über frühere, harte Zeiten. Dabei verrät die 25-jährige US-Amerikanerin, wie schlecht es ihr teilweise ging.

Der Druck, nahezu jedes Rennen gewinnen zu müssen, ist enorm. Genau diesen verspürte Shiffrin nach den Olympischen Spielen in Sotschi, wo sie mit 18 Jahren bereits Olympia-Gold im Slalom geholt hatte. Die Rennen danach wurden zur Qual. „Ich ging an den Start und war wie gelähmt. Ich hatte Tränen in den Augen. Dann dachte ich, ich müsse erbrechen, oder der ich hatte das Gefühl, dass sich mein Hals zuschnürt und ich nicht mehr atmen kann“, erzählt sie nun gegenüber „people.com“.

Mentaltraining und Musik als große Hilfe
Diese Gefühle kannte sie nicht. „Ich dachte nie, dass ich eine Person bin, die wegen des Leistungs- und Erwartungsdrucks so Probleme haben könnte. Aber genau das war der Fall. Ich ging durch diese Phase und musste lernen, meinen Kopf, die Emotionen und den Stress zu kontrollieren“, so Shiffrin. Als große Hilfe diente neben dem Mentaltraining vor allem die Musik.

Vater starb nach Unfall
Der Ski-Superstar spricht im Interview auch ungewohnt offen über den Tod ihres Vaters. Shiffrins 65-jähriger Vater Jeff hatte sich Anfang Februar bei einem Unfall eine schwere Kopfverletzung zugezogen. Noch am selben Tag flogen Mikaela und ihre Mutter Eileen, die ihre Tochter bei den Rennen stets begleitet, in die USA. Ihr Vater starb. Die Amerikanerin legte daraufhin eine mehrwöchige Trauer-Pause ein. Zum ersten Mal seit 2016 blieb Mika deshalb ohne eine Weltcup-Kristallkugel.

"Meine Familie hat viel verloren“
„Meine Familie hat viel verloren. Manchmal ist es schwierig, sich nicht völlig hilflos zu fühlen.“ Eine enorm herausfordernde Zeit für die junge Sportlerin. Doch auch eine sehr lehrreiche: „Ich habe viel gelernt. Vor allem, dass es okay ist, sich nicht gut zu fühlen. Nicht immer gut gelaunt zu sein. Oder gar hilflos zu sein. Manchmal ist das alles okay.“

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