04.07.2020 10:25 |

Sintflutartiger Regen

Japan: Hunderttausende fliehen vor Überflutungen

Wegen massiver Überflutungen und Erdrutschen in Folge sintflutartiger Regenfälle müssen sich im Südwesten Japans Hunderttausende Menschen in Sicherheit bringen. Die Behörden in den schwer betroffenen Provinzen Kumamoto und Kagoshima auf Japans südwestlicher Hauptinsel Kyushu forderten am Samstag mehr als 200.000 Menschen auf, ihre Häuser zu verlassen und Schutzräume aufzusuchen. Mehrere Menschen dürften ums Leben gekommen sein.

Ganze Wohngebiete standen unter Wasser, Teile von Häusern wurden fortgeschwemmt, Bäume entwurzelt. Auf Luftaufnahmen des japanischen Fernsehens waren von schlammigem Wasser überschwemmte Wohnhäuser, Straßen, Autos und Teile einer Brücke zu sehen. Zu mehreren Bewohnern überschwemmter Städte gebe es keinen Kontakt, hieß es.

Mehrere Todesopfer befürchtet
Bei 14 Menschen in einem Altersheim in dem von Überschwemmungen betroffenen Dorf Kuma in der Provinz Kumamoto sei „Herz- und Atemstillstand“ diagnostiziert worden, berichtete der japanische Fernsehsender NHK am Samstag. Dies ist eine in Japan häufig benutzte Formulierung, bevor der Tod von Menschen amtlich bestätigt wird.

Militär wurde zur Hilfe gerufen
Die schweren Niederschläge ließen unter anderem den Fluss Kuma in Kumamoto über die Ufer treten und führten zu schweren Überflutungen. Stellenweise kam es zu Erdrutsche. Das Militär wurde zur Hilfe gerufen, um die Einsatzkräfte zu unterstützen. Die meteorologische Behörde in Tokio gab für viele Regionen die höchste Warnstufe aus.

Der japanische Regierungschef Shinzo Abe kündigte bei einer Notfallsitzung die Entsendung von rund 10.000 Soldaten in die Katastrophenregion an. Zudem sollen die betroffenen Menschen mit Notfallgütern versorgt werden. Die Regenfront drohte bis Sonntag auch Teile im Westen Japans mit heftigen Niederschlägen heimzusuchen.

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